NGO: Bei Gefechten in Myanmar viele Gebäude niedergebrannt

    Keystone-SDA
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    In Myanmar wurden mindestens 100 Gebäude bei Gefechten vorsätzlich niedergebrannt. Darunten ein Büro der Organisation Save the Children.

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    Im Februar 2021 gab es einen Militärputsch in Myanmar (Birma). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Norden von Myanmar sind bei Gefechten mindestens 100 Gebäude niedergebrannt.
    • Laut Save the Children wurden die Gebäude vorsätzlich zertört.
    • Auch ein Büro der Organisation wurde niedergebrannt, die Mitarbeiter mussten fliehen.

    Bei Gefechten im Norden Myanmars sind nach Angaben von Save the Children in einer weitgehend verlassenen Kleinstadt mindestens 100 Gebäude vorsätzlich niedergebrannt worden. Darunter sei auch ein Büro von Save the Children, berichtete die internationale Hilfsorganisation am Freitag. Die zehn Mitarbeiter hätten fliehen müssen.

    In Myanmar hatte das Militär am 1. Februar 2021 die Macht ergriffen und die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Friedliche Massenproteste wurden niedergeschlagen. Am 1. August wurde eine «Übergangsregierung» ernannt; Wahlen soll es erst im August 2023 geben. Mittlerweile gibt es bewaffneten Widerstand gegen die Militärherrschaft insbesondere in entlegeneren Gebieten mit ethnischen Minderheiten.

    Keine Feuerwehr vor Ort

    Das Militär habe seine Offensive in der abgelegenen Region des an Indien grenzenden Bundeslandes Chin verstärkt, erklärte Save the Children. In der weitgehend verlassenen Stadt Thantlang, die vor den Kämpfen rund 10'000 Einwohner gehabt habe, seien schwere Waffen eingesetzt worden. Es gebe keine Feuerwehr vor Ort. Die Brände drohten, die ganze Stadt zu zerstören. Chin ist eine von ethnischen Minderheiten geprägte Region mit starkem Anteil von Christen.

    Save the Children äusserte sich besorgt über das Schicksal der vermutlich 20 in der Stadt verbliebenen Kinder. Man befürchte die Zerstörung Hunderter aus Holz gebauter Wohnhäuser. Viele Einwohner seien in umliegende Dörfer oder über die Grenze nach Indien geflohen.

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