Navanethem «Navi» Pillay gewinnt Friedensnobelpreis
Die südafrikanische Juristin Navanethem «Navi» Pillay gewinnt den diesjährigen Friedensnobelpreis.

Das Wichtigste in Kürze
- Die südafrikanische Juristin Navanethem «Navi» Pillay hat den Friedensnobelpreis gewonnen.
- Verliehen wurde er ihr wegen ihres Einsatzes «zur Förderung des Friedens».
Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die südafrikanische Juristin Navanethem «Navi» Pillay.
Verliehen wurde ihr der Nobelpreis wegen «ihres Einsatzes zur Förderung des Friedens und des Völkerrechts».
Der Vorsitzende des Nobelkomitees, Jørgen Watne Frydnes, erklärte zu Pillays Sieg: «Die diesjährige Preisträgerin hat massgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden.»
«Navi» Pillay sei eine der wichtigsten Rechtsexperten unserer Zeit, sagte Frydnes.
«Leider haben wir Navi Pillay nicht erreicht», sagte Frydnes. Deshalb schickte er einen Aufruf an die Preisträgerin: «Wenn du eine norwegische Nummer anrufen siehst, geh bitte dran, wir würden liebend gerne mit dir sprechen.»
Pillay arbeitet aktuell zu Gambia und Myanmar
Pillay wurde 1941 in der südafrikanischen Stadt Durban geboren. Sie hat zwei Töchter und ist verwitwet.
Im Jahr 2003 wurde sie Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Das Amt hatte sie bis 2008 inne.
Von 2008 bis 2014 amtete sie als Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte.
Aktuell ist Pillay mit der Rechtssache Gambia gegen Myanmar betraut. Dafür amtet sie als Ad-hoc-Richterin am Internationalen Gerichtshof.














