Durch die Überschwemmung wurden im deutschen Ahrtal 133 Kilometer Erdgasleitungen beschädigt. In einigen Gebieten dauert die Reparatur wohl bis im Winter.
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Weggeschwemmte Versorgungsleitungen am Ufer der Ahr. - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit der Flut sind im Ahrtal viele Haushalte vom Erdgasnetz abgeschnitten.
  • Die Reparatur der Leitungen läuft auf Hochtouren.
  • Die Häuser werden vor dem Winter trotzdem nicht ans Netz angeschlossen werden können.

Bei der Überschwemmung im deutschen Ahrtal wurden 133 Kilometer Erdgasleitungen in Mitleidenschaft gezogen. Seitdem sind in der Region viele Haushalte vom Erdgasnetz abgeschnitten.

Die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (EVM) arbeitet nun schon seit sechs Wochen mit Hochdruck daran, diese wieder instand zu stellen. «Oberste Priorität hat für uns die Wiederversorgung der Kunden mit Erdgas», sagt Vorstandsvorsitzender Josef Rönz in einer Mitteilung.

Flut Deutschland
Folgen der Überschwemmung im Ahrtal. - AFP

Es wird damit gerechnet, dass Haushalte südlich der Ahr im Oktober wieder an das Erdgasnetz angeschlossen werden können. Nördlich des Flusses wird dies jedoch wohl länger dauern. Denn: Zunächst muss eine neue Hochdruckleitung gebaut werden.

Wegen Überschwemmung: Wasser und Schmutz in Leitungen

Erschwerend kommt hinzu, dass die einzelnen Netzanschlüsse in schlechtem Zustand sind: Vor der Inbetriebnahme müssen diese deshalb gespült, gereinigt und getrocknet werden. 43 Prozent der betroffenen Haushalte werden wohl nicht vor dem Winter wieder mit Erdgas versorgt werden können.

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