Seit dem Zugunglück standen in Griechenland die Züge still. Ab dem 22. März sollen die Züge langsam wieder anfahren.
Rettungsarbeiten nach dem Zugunglück nahe Larissa
Rettungsarbeiten nach dem Zugunglück nahe Larissa - AFP

Gut drei Wochen nach dem schweren Zugunglück mit 57 Toten sollen die griechischen Züge vom 22. März an landesweit wieder fahren. Wie der griechische Verkehrsminister Giorgos Gerapetritis am Dienstagabend im Staatsfernsehen mitteilte, soll das Personal – das den Verkehr überwacht und regelt sowie Lokführer – verstärkt werden. Aktuell ruht der Bahnverkehr in Griechenland.

Zunächst sollen laut dem Minister mehr Güter- als Personenzüge fahren, weil zahlreiche osteuropäische Länder von griechischen Häfen aus mit Gütern versorgt werden. Zudem sollten die Züge in den Abschnitten, die nicht über ein modernes Überwachungssystem verfügen, langsamer als bislang fahren. Der erste Intercity auf der im Land wichtigsten Strecke zwischen Athen und der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki soll erst am 1. April rollen. Vom 22. März an sollen zunächst einige Vorstadtbahnen wieder den Betrieb aufnehmen.

Die griechischen Eisenbahner waren nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes in der Nacht zum 1. März in den Dauerstreik getreten. Sie fordern die umfassende Aufklärung. Ein Bahnhofsvorsteher in der Stadt Larisa hatte den Personenzug auf die falschen Gleise geschickt. Anschliessend kam es zum Zusammenstoss mit einem Güterzug. Die Ermittlungen zeigen, dass neben dem menschlichen Fehler auch die katastrophalen Zustände bei der griechischen Bahn und politisches Unvermögen die Ursachen des Unfalls waren.

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