Nach Autounfall mit zwei Toten: Autofahrer droht Mordklage
Ein 26-jähriger Autofahrer soll sich in Deutschland nach einem Autounfall mit zwei Toten wegen Mordes vor dem Landgericht verantworten.
Das Wichtigste in Kürze
- Bei einem Autounfall kommen im August 2017 bei Saarbrücken zwei Menschen ums Leben.
- Der Unfallverursacher soll sich nun vor dem Landgericht wegen Mordes verantworten.
Es bestehe der Verdacht, dass der Beschuldigte tödliche Verletzungen zumindest billigend in Kauf genommen habe, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Mann machte geltend, dass er an einer Epilepsieerkrankung leide und während der Fahrt einen Krampfanfall erlitten habe.
Der 26-Jährige raste den Ermittlungen zufolge mit mindestens 130 Stundenkilometern im Feierabendverkehr über die stark befahrene Bahnhofstrasse. Dabei soll er zudem noch Nachrichten auf seinem Smartphone geschrieben haben. Schliesslich fuhr er auf einen anderen Wagen auf, der gegen ein Haus sowie andere Autos geschleudert wurde. Die 42-jährige Fahrerin starb noch an der Unfallstelle, eine Beifahrerin zwei Monate später im Krankenhaus.
Nach einem Autounfall mit zwei Toten soll sich der 26-jährige Unfallverursacher wegen Mordes vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen zweifachen Mordes durch rücksichtslose Fahrweise, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Der Mann soll im August 2017 in Saarwellingen mit seinem Auto mit hoher Geschwindigkeit ungebremst auf einen anderen Wagen aufgefahren sein. Bei dem Unfall starben zwei Frauen.
Die Staatsanwaltschaft sieht diese Aussage als widerlegt an. Nach Zeugenaussagen, der Auswertung eines Dash-Cam-Videos sowie einem neurologischen Gutachten sei nicht von einem Krampfanfall auszugehen, erklärte die Behörde.













