Nach schweren Misshandlungen ihrer Tochter hat das Landgericht Hannover eine 44-Jährige am Mittwoch zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Die Angeklagte neben ihrem Verteidiger vor Gericht
Die Angeklagte neben ihrem Verteidiger vor Gericht - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Frau soll Kind mit Peitsche geschlagen und in Hundebox gesperrt haben.

Die Richter sahen es nach Angaben eines Gerichtssprechers als erwiesen an, dass die Frau ihr zur Tatzeit sechs- bis siebenjähriges Kind unter anderem mit einer Peitsche sowie Holzstücken geschlagen und nachts in eine Hundetransportbox gesperrt hatte.

Nach Angaben des Sprechers hoben die Richter in der Urteilsbegründung die traumatischen Folgen der Taten der mit der Erziehung ihres Kinds nach ihrer Einschätzung «heillos überforderten» Mutter hervor. Zugute hielten sie ihr das umfassende Geständnis, das sie nach anfänglichem Abstreiten im Laufe des Strafprozesses schliesslich abgelegt hatte.

Die Taten hatten sich vor etwa zwei bis drei Jahren ereignet. Laut Anklage soll die Frau ihre Tochter als Strafe für aus ihrer Sicht «fehlerhaftes Verhalten» gequält haben. Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer fünf Jahre Haft. Die Verteidigung sprach sich für eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können Rechtsmittel einlegen.

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