Motten zerfressen Villa: Superreiche erhalten Millionen

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer

    Grossbritannien,

    In einer englischen Luxusvilla fressen Motten wertvolle Sachen. Das Käufer-Paar geht vor Gericht – und bekommt Recht.

    milliarden
    Die milliardenschwere Familie kaufte für 37,5 Millionen Franken eine Luxusvilla. - Instagram

    Das Wichtigste in Kürze

    • In einer Luxusvilla in England lebten zwischenzeitlich rund eine Million Motten.
    • Der Verkäufer muss die Villa nun zurücknehmen – die Käufer erhalten das Geld zurück.
    • Das Haus wurde 2019 für rund 37 Millionen Franken verkauft.

    Ein milliardenschweres Paar kann seine rund 37 Millionen Franken teure Luxusvilla in Notting Hill zurückzugeben. Der Grund: eine gewaltige Mottenplage.

    Die georgische Oligarchen-Tochter Iya Patarkatsishvili und der Zahnarzt Yevhen Hunyak hatten das Anwesen im Jahr 2019 gekauft.

    Doch die Traum-Villa in London verwandelte sich schnell in einen Albtraum. Denn die Familie stellte fest, dass ihr neues Zuhause von Millionen von Motten befallen war.

    Hattest du schon Probleme mit Motten?

    Die Insekten zerstörten ihre Kleidung und ihren Wein und zwangen das Paar dazu, rund 400 Fallen im ganzen Haus aufzustellen. Entsetzt über die Situation verklagten sie Verkäufer William Woodward-Fisher.

    Paar gewinnt vor Gericht

    Nach einem langen Rechtsstreit hat nun ein Richter des High Court entschieden: Das Ehepaar darf die Villa zurückgeben und erhält sein Geld zurück.

    Der Richter stellte fest, dass der Verkäufer falsche Angaben über den Zustand der Villa gemacht hatte. Es wurde versäumt, «ehrlich den ‹schweren Befall› von Motten zu offenbaren».

    Die Villa, die das Paar im Mai 2019 erworben hatte, war mit Pool, Spa, Fitnessstudio, Weinkeller, Bibliothek und Kino ausgestattet.

    Doch nur wenige Tage nach dem Einzug bemerkte man die ersten Anzeichen einer Insektenplage. Bald darauf wurde das Haus von den Schädlingen überrannt.

    Noch 35 Motten werden täglich getötet

    Der Richter ordnete an, dass der gesamte Kaufpreis zurückgezahlt werden muss. Abzüglich der rund 6,8 Millionen Franken für die Nutzung seit dem Kauf.

    Das Milliardärs-Paar erhält zudem rund 4,5 Millionen Franken als Entschädigung für den entstandenen Schaden.

    Trotz der intensiven Behandlung des Hauses bleibt die Mottenplage ein Problem: Bis heute werden täglich bis zu 35 der Insekten in dem Zuhause getötet.

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    Kommentare

    User #5431 (nicht angemeldet)

    Ein Haus mit viel Land, hat nun mal Insekten. Ob 35 Mitten pro Tag ausreicht um Millionen zurück zu erhalten? Fraglich... Bei uns heisst es sowieso so wie gesehen.

    HaHa

    Ich hätte da mal mehrere Fragen: 1: wie zerstören Motten teuren Wein, solange dieser sich noch in Flaschen befindet? 2. kurz nach dem Einzug entdeckte man einen Mottenbefall. Und danach wurde die Villa von den Viechern überschwemmt. Haben die neuen Besitzer diese selbst eingeschleppt? 3. täglich werden 35 Motten getötet - in diesem Falle ist die Villa ja niemals mehr bewohnbar. 35 pro Tag- was sind denn das für Kammerjäger? Hallo nau-Lehrlinge: bitte genauere Auskünfte liefern . . .

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