Moskau: Taurus würde Deutschland zur Kriegspartei machen

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    Russland droht Deutschland mit Kriegsbeteiligung, sollte es Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefern.

    Maria Sacharowa
    Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Aussenministeriums. (Archivbild) - keystone

    Russland reagiert auf eine mögliche Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern aus Deutschland an die Ukraine mit Drohungen. Deutschland könnte damit zur Kriegspartei werden. Dies sagte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, in Moskau.

    Sollten Taurus-Raketen gegen Infrastrukturziele in Russland eingesetzt werden, «dann wird das als direkte Teilnahme Deutschlands an Kampfhandlungen auf Seiten des Kiewer Regimes betrachtet werden mit allen Folgen für Deutschland, die sich daraus ergeben».

    Das solle der CDU-Vorsitzende und wahrscheinliche neue Bundeskanzler Friedrich Merz bedenken, sagte Sacharowa der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

    Merz offen für Lieferung von Marschflugkörpern

    Merz hatte sich in einem Fernsehinterview offen gezeigt, die deutschen Marschflugkörper mit 500 Kilometern Reichweite in Absprache mit europäischen Partnern an die Ukraine zu liefern. Er sagte auch, dass eine Zerstörung der russischen Brücke auf die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim der Ukraine nutzen könne.

    Dafür gilt Taurus als geeignete Waffe. Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew beschimpfte Merz wegen solcher Überlegungen als Nazi. Der scheidende deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat in seiner Amtszeit die Bitten der Ukraine um den Taurus abgelehnt.

    Sein Hauptargument war ebenfalls, dass Moskau Deutschland dann als Kriegspartei betrachten werde. Grund sei, dass Bundeswehrsoldaten an der Zielprogrammierung beteiligt sein müssten. Dies wird aber vom Hersteller wie von Experten verneint.

    SPD gegen Eskalation mit Russland

    Die SPD wolle weiterhin eine solche Eskalation mit Russland vermeiden. Dies sagte ihr Generalsekretär Matthias Miersch. Die künftige schwarz-rote Koalition müsse diese Frage gemeinsam entscheiden.

    Bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz lehnte Sacharowa auch die von Paris und London vorangetriebenen Überlegungen ab, die Sicherheit der Ukraine künftig durch ein europäisches Truppenkontingent zu verbessern. Sie nannte dies einen «wahnsinnigen Plan». Paris und London führen eine «Koalition der Willigen» an, die einen möglichen Frieden in der Ukraine absichern will.

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    Kommentare

    User #4157 (nicht angemeldet)

    User #1838 (nicht angemeldet), veröffentlicht vor 9 Stunden: «Russland wurde mit den ganzen Sanktion Wirtschafltich nur mächter, kann man von der EU nicht behaupten!» Woher hast du dieses Märchen?

    User #4424 (nicht angemeldet)

    Jetzt muss diese Krimbrücke schön im Meer verschwinden.

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