Moskau: Kein Verzicht mehr auf landgestützte atomare Raketen

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USA,

US-Präsident Trump kündigte in einer ersten Amtszeit 2019 den INF-Vertrag zum Verzicht auf landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen. Moskau sieht sich nun auch nicht mehr daran gebunden.

Russland
Russland löst sich nun auch offiziell von seinem Verzicht auf landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen. (Archivbild) - dpa

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Vertrag über den Verzicht auf landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen hält sich nun auch Russland offiziell nicht mehr an die Abrüstungsvereinbarung.

Das Aussenministerium in Moskau erklärte ein Moratorium für beendet, mit dem sich Russland nach eigenen Angaben auch nach dem US-Ausstieg seit 2019 weiter an das Abkommen hielt. Die Lage entwickele sich so, dass landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen aus US-Produktion in Europa stationiert würden, hiess es zur Begründung.

Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin schon angedroht, dass Russland auf die für 2026 geplante Stationierung von US-Raketen in Deutschland «spiegelgerecht» reagieren werde. Die Waffen dafür seien kurz vor der Fertigstellung, hiess es bereits vor einem Jahr aus dem Kreml.

Abrüstungsvertrag galt nach US-Ausstieg nicht mehr

Der INF-Vertrag über ein Verbot dieser Waffen gilt nach der Kündigung der USA 2019 ohnehin schon nicht mehr. Laut Putin hatte sich Russland bisher aber ein Moratorium auferlegt und weiter an die Vereinbarungen gehalten. Die USA beklagen dagegen seit langem russische Verstösse gegen den Vertrag.

Der 1987 vom damaligen Kremlchef Michail Gorbatschow und US-Präsident Ronald Reagan unterzeichnet INF-Vertrag sah die Abschaffung aller landgestützten ballistischen Raketen und Marschflugkörper mit kürzerer Reichweite von 500 bis 1000 Kilometern sowie mit einer mittleren Reichweite von 1000 bis 5500 Kilometern vor.

Deutschland sieht Gefahr durch russische Raketen

In einer Erläuterung der Bundeswehr zum russischen Vorgehen hatte es geheissen, Russland habe unter anderem nuklearwaffenfähige Iskander-Raketen in der Exklave Kaliningrad stationiert und könne mit seinen Mittelstreckenwaffen auch deutsche Städte treffen. Die Pläne seien eine Antwort hierauf und dienten der Abschreckung.

Unter den US-Waffen für Deutschland sollen Marschflugkörper vom Typ Tomahawk sein, die technisch gesehen auch nuklear bestückt sein können, Luftabwehrraketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen, die insgesamt weiter reichen sollen als bislang stationierte Landsysteme.

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Kommentare

User #3645 (nicht angemeldet)

"Verzichtet" hat Moskau auf nichts. Nie! Einzig nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam es zu einem kurzzeitigem "Verzicht", da man kein Geld hatte. Sobald es wieder sprudelte, investierte man wieder in derem einzigen nennenswerten "Wirtschaftszweig", dem Militär und richtete u.a wiedervAbertausende von Atomraketen Richtung Westen. Verträge hin oder her.

Amediesli

Die Waffen sind kurz vor der Vollendung…etwa so wie die dreitägige Spezialoperation nach drei Tagen beendet war? Ja ich weiss, die dreitägige Spezialoperation dauert genau drei Tage und wird nach genau drei Tagen erfolgreich abgeschlossen…da braucht man nicht alle 6 Monate nachzufragen, wann es denn endlich soweit ist.🤣🤣🤣

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