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    Moskau erlaubt kasachische Öllieferungen durch Pipeline

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    Deutschland,

    Deutschland will zwar auf russisches Öl verzichten, doch ganz ohne die russische Infrastruktur wird das nicht möglich sein. Moskau zeigt sich dennoch gesprächsbereit.

    Russisches Öl
    Nordeuropäische und baltische EU-Staaten setzen sich für eine Verschärfung des Preisdeckels für russisches Öl ein. (Archivbild) - Patrick Pleul/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland ist nach Angaben der russischen Führung bereit, die Nutzung der Pipeline «Druschba» für die Durchleitung kasachischen Öls nach Deutschland zu erlauben.

    Russland sei bereit, einem solchen Antrag zuzustimmen, erklärte heute Energieminister Alexander Nowak laut der Nachrichtenagentur Interfax. «Wir stehen dem normal gegenüber und wenn ein Teil des kasachischen Öls aus Ust-Luga in die «Druschba» umgeleitet wird, dann ist das normal.»

    Europa will wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine seine Abhängigkeit von russischem Öl verringern. In dem Zusammenhang haben Deutschland und Polen ihren Verzicht auf russisches Pipeline-Öl ab Januar verkündet. Um die Versorgung weiter sicher zu stellen, wurde unter anderem die Ex-Sowjetrepublik Kasachstan gebeten, ihre Öllieferungen zu erweitern.

    Dem Chef der staatlichen Öl- und Gasgesellschaft Kazmunaygas, Magsum Mirsagalijew, nach ist sein Unternehmen bereit, ab Januar Probelieferungen über die Pipeline «Druschba» nach Deutschland zur PCK-Raffinerie in Schwedt zu schicken. Die Raffinerie in Brandenburg gehörte bis vor kurzem noch dem russischen Ölkonzern Rosneft.

    Die kasachische Pipelinegesellschaft Kaztransoil hat dem Bericht zufolge bereits Antrag auf die Durchleitung von 1,2 Millionen Tonnen Öl nach Deutschland im kommenden Jahr gestellt. Kasachstan liegt in Zentralasien. Um Öl nach Europa zu transportieren, muss das Land entweder auf die russische Pipeline-Infrastruktur zurückgreifen oder auf dem Seeweg über das Kaspische Meer den Rohstoff nach Aserbaidschan bringen, wo er über Pipelines in die Türkei oder an die Schwarzmeerküste von Georgien weitergepumpt werden kann.

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