NATO

    Militärhilfe für Ukraine: Nato-Generalsekretär macht neuen Vorstoss

    Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg strebt nach langfristigen Militärhilfen für die Ukraine.

    ARCHIV - Jens Stoltenberg, NATO-Generalsekretär, beantwortet Fragen im NATO-Hauptquartier während eines Interviews der Deutschen Presse-Agentur. Foto: Federico Gambarini/dpa
    Jens Stoltenberg, NATO-Generalsekretär. (Archivbild) - sda - Keystone/dpa/Federico Gambarini

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg will die Bündnisstaaten zu langfristigen Militärhilfen für die Ukraine bewegen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schlägt der Norweger vor, für die nächsten Jahre mindestens eine Unterstützung auf dem Niveau der vergangenen zwei Jahre zu garantieren.

    Dieses beziffert er in einem Schreiben zum laufenden Nato-Aussenministertreffen in Prag auf 80 Milliarden Euro. Rein rechnerisch könnte die Ukraine bei einer Einigung also mit 40 Milliarden Euro pro Jahr rechnen.

    Ursprüngliche 100 Milliarden Euro ohne Unterstützung

    Ursprünglich hatte Stoltenberg vor rund zwei Monaten vorgeschlagen, der Ukraine für die kommenden fünf Jahre über die Nato Militärhilfen im Wert von 100 Milliarden Euro zu versprechen. Grosse Unterstützung hatte der Norweger für den Vorstoss allerdings nicht bekommen.

    Als ein Grund gilt, dass ein Teil der Alliierten die Militärhilfen weiter lieber bilateral oder über bestehende EU-Strukturen organisieren will. Ein anderer ist, dass Zusagen über die Nato möglicherweise mit einem festen Beitragsschlüssel verbunden wären und damit verbindlicher wären.

    Zusätzliche Anstrengungen gefordert

    Zum Auftakt des Nato-Treffens an diesem Donnerstag forderte Stoltenberg mit deutlichen Worten zusätzliche Anstrengungen der Alliierten zur Unterstützung der Ukraine, nannte aber keine Beträge. «Die Wahrheit ist, dass das, was wir bisher getan haben, nicht genug ist», sagte der Norweger lediglich.

    Nach dem Wunsch Stoltenbergs sollen der Ukraine im Juli beim Nato-Gipfel in Washington weitreichende neue Zusagen gemacht werden – vor allem auch, um Russland zu signalisieren, dass es den Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht gewinnen wird. Bei dem noch bis zu diesem Freitag dauernden Nato-Aussenministertreffen in Prag wird der Gipfel vorbereitet.

    Plan zur Unterstützung

    Thema ist dabei auch der Plan, Aufgaben zur Unterstützung der Ukraine, die bislang von den USA übernommen wurden, auf das Bündnis zu übertragen. Hintergrund dabei ist das Szenario einer möglichen Rückkehr von Donald Trump ins US-Präsidentenamt.

    Äusserungen des Republikaners hatten in der Vergangenheit Zweifel daran geweckt, ob die USA die Ukraine unter dessen Führung weiter so wie bisher im Abwehrkrieg gegen Russland unterstützen würden.

    Kommentare

    Frieden fängt in Jedem selbst an

    Jeder Tag länger gibt einzig mehr Tote und mehr Leid! Stellt die Lieferanten und die Herren an die Front

    User #4570 (nicht angemeldet)

    Jeder Rappen ist einer zu viel!!!!

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