Messerangriff auf Tory-Abgeordneten löst Debatte über Sicherheit aus

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Der tödliche Messangriff auf den Tory-Abgeordneten David Amess hat in Grossbritannien eine Debatte über die Sicherheit von Politikern ausgelöst.

    Porträt von David Amess
    Porträt von David Amess - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • AM Freitag wurde der Tory-Abgeordnete David Amess erstochen.
    • Die Tat löst in Grossbritannien nun Fragen zur Sicherheit aus.

    Der tödliche Messangriff auf den Tory-Abgeordneten David Amess hat in Grossbritannien eine Debatte über die Sicherheit von Politikern ausgelöst. Amess' Parteifreund Tobias Ellwood, der für seinen beherzten Erste-Hilfe-Einsatz nach einem terroristischen Angriff auf das Parlament im Jahr 2017 bekannt wurde, forderte die Einstellung physischer Treffen von Angeordneten mit Bürgern, bis eine Überprüfung der Sicherheitsmassnahmen durch das Innenministerium abgeschlossen ist.

    Amess war am Freitag während einer Bürgersprechstunde in seinem Wahlkreis in der Grafschaft Essex von einem Angreifer niedergestochen und getötet worden.

    Ein 25 Jahre alter Mann wurde wegen Mordverdachts festgenommen. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass die Tat einen terroristischen Hintergrund hat. Erste Untersuchungen hätten «eine mögliche Motivation in Verbindung zu islamistischem Extremismus» ergeben, heisst es in der Mitteilung der Polizei. Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus.

    Britische Abgeordnete, die alle direkt in ihrem Wahlkreis gewählt werden, bieten regelmässig Sprechstunden mit Bürgern an, die auch kurzfristig besucht werden können. Die sogenannten «surgeries» werden gewöhnlich einmal pro Woche abgehalten und gelten als wichtiger Bestandteil der demokratischen Kultur in Grossbritannien. Auch die Labour-Abgeordnete Jo Cox war 2016 bei einer Bürgersprechstunde von einem Rechtsextremisten ermordet worden. Das Attentat ereignete sich nur wenige Wochen vor dem Brexit-Referendum.

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