Nach heftiger Kritik an einer Corona-Massnahmen-Protestaktion, an der unter anderem Meret Becker teilnahm, distanzieren sich immer mehr.
Meret Becker
Schauspielerin Meret Becker. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Meret Becker nahm an einer umstrittenen Aktion gegen Corona-Massnahmen teil.
  • Nun distanzieren sich immer mehr Prominente von dieser Aktion.

Nach heftiger Kritik an einer Protestaktion prominenter Schauspieler an den Corona-Restriktionen distanzieren sich immer mehr Beteiligte von der Kampagne. Dies unter dem Motto #allesdichtmachen.

Meret Becker ist «Querdenkerin»

Die Videos von etwa zehn Schauspielern waren am Samstag auf der Website der Kampagne nicht mehr verfügbar. Zu ihnen zählten Heike Makatsch, Meret Becker, Ken Duken und Kostja Ullmann.

Prominente wie Nadja Uhl, Ulrich Tukur und Jan Josef Liefers hatten am Donnerstagabend ironisch zugespitzte Videos online veröffentlicht. In diesen Videos machen sie sich auch über Politik lustig.

Nach Lob aus der AfD und von sogenannten Querdenkern distanzierten sich einige davon.

«Tatort»-Star Liefers etwa twitterte: «Eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu Querdenkern u.ä. weise ich glasklar zurück.» Er stehe keiner Partei im Bundestag ferner als der AfD.

Ulrike Folkerts
Ulrike Folkerts lächelt. (Archivbild) - dpa

Schauspielerin Ulrike Folkerts erklärte auf Instagram, ihre Teilnahme an der Aktion sei «ein Fehler» gewesen. Die als Diskussionsbeitrag gedachten Videos seien «vielleicht falsch zu verstehen» gewesen.

Aktion wird von allen Seiten kritisiert

Zahlreiche andere Prominente hatten die Aktion deutlich kritisiert. Elyas M'Barek etwa kommentierte das Video von «Babylon Berlin»-Hauptdarsteller Volker Bruch mit den Worten: «Come on, das ist doch Blödsinn.» «Tatort»-Kommissar Hans-Jochen Wagner fragte Liefers: «Das kann doch nicht dein Ernst sein?»

Die «Tatort»-Darsteller Nora Tschirner: «unfuckingfassbar» . Christian Ulmen: «Heute bisschen für Kollegen schämen» – zeigten sich ähnlich entsetzt. Moderator und Notfallsanitäter Tobias Schlegel twitterte: «Die Schauspieler*innen von #allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben.»

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