Nach dem Vulkanausbruch auf La Palma fliesst die Lavamasse weiter unaufhaltsam dem Meer entgegen. Viele müssen sich für immer von ihrem Haus verabschieden.
Spain Volcano Explainer
Nach dem Vulkanausbruch in La Palma fliesst nun Lava über die Insel. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Vulkanausbruch auf La Palma fliesst die Lava in Richtung Meer.
  • Dabei hinterlässt die heisse Masse ein Bild der Zerstörung und verursacht grosse Schäden.
  • Die betroffenen Bewohner kramen das wichtigste zusammen und müssen dann flüchten.

Auf der Vulkaninsel La Palma begräbt die um die 1000 Grad heisse Lava auf ihrem Weg zum Meer ein Haus nach dem anderen. Die Bewohner versuchen weiter verzweifelt, die wichtigsten Teile ihres Haushalts zu retten, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete.

Weinende Menschen nehmen Abschied von ihren Häusern

In dem Ort Todoque wurden Erinnerungsstücke, Kleidung, Möbel, Fahrräder, Matratzen und vieles andere, was nicht niet- und nagelfest war, auf Lastwagen verladen. Darauf sassen weinende Menschen, die ihre Häuser für immer verlassen mussten. «Das wichtigste sind Dokumente zum Eigentum. Danach werden sie uns später fragen, wenn hier nichts mehr ist», sagte ein Anwohner.

In La Palma, Spain
In La Palma versuchen die betroffenen Anwohner noch die wichtigsten Sachen aus ihrem Haushalt zu sichern. - keystone

Der Vulkan im Süden der Kanareninsel, der am Sonntag erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen war, gewährte den Menschen aber zumindest eine kleine Schonfrist. Die Lavaströme sind deutlich langsamer geworden und lassen genügend Zeit, um zu reagieren.

Lava im Meer könnte giftige Dämpfe verursachen

Bisher wurden mindestens 200 Wohnhäuser komplett zerstört, viele andere schwer beschädigt. Die Schäden bezifferte Regionalregierungschef Ángel Víctor Torres einschliesslich zerstörter Pflanzungen und Infrastruktur auf «sicher mehr als 400 Millionen Euro».

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Die über die Insel strömende Lava sorgt für grosse Zerstörung. - keystone

Wann die Lava die Küste erreichen würde, war weiter unklar. Die Behörden rechnen dann mit giftigen Dämpfen, die beim Kontakt der Lava mit dem salzigen Meerwasser entstehen. Ein Nordost-Wind trieb Rauch und Asche auf den Atlantik hinaus, wo aber die kleinere, 75 Kilometer entfernte Insel El Hierro mit rund 11'000 Einwohnern liegt.

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