Das Frankfurter Städel Museum hat über 90 Gemälde und Arbeiten auf Papier aus einem Nchlass erhalten.
Rembrandt-Ausstellung im Frankfurter Städel Museum
05.10.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Ein Mann steht im Ausstellungssaal des Städel Museums vor dem Gemälde «Mädchen mit toten Pfauen (1639)» von Rembrandt. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit dabei sind Werke von Gustav Klimt und Wassily Kandinsky.
  • Sie wurden dem Städel Museum von der verstorbenen Ulrike Crespo hinterlassen.

Aus einem Nachlass hat das Frankfurter Städel Museum mehr als 90 Gemälde und Arbeiten auf Papier erhalten. Darunter befänden sich Werke von Wassily Kandinsky, Franz Marc, Otto Dix, Max Ernst und Gustav Klimt, wie das deutsche Museum am Freitag mitteilte. Es handele sich um eines der bedeutendsten Vermächtnisse der vergangenen Jahrzehnte, hiess es.

Die Werke wurden dem Städel von der 2019 verstorbenen Frankfurter Fotografin, Psychologin und Mäzenin Ulrike Crespo hinterlassen. In einem Bericht der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» wurde der Nachlass auf eine klar zweistellige Millionenhöhe geschätzt.

Die Werke zählen zur Klassischen Moderne und internationalen Nachkriegskunst. Sie ergänzten die Bestände auf das Schönste, erklärte Städel-Direktor Philipp Demandt. «Das Städel Museum ist Ulrike Crespo zu grösstem Dank verpflichtet», erklärte Demandt. Die Werke schlössen auch Lücken. Etwa jene, die 1937 durch die Beschlagnahme von Kunstwerken durch die Nationalsozialisten als angeblich «Entartete Kunst» entstanden seien.

44 Arbeiten aus dem Vermächtnis ab Ende November zu sehen

Insgesamt 44 Arbeiten aus dem Vermächtnis werden in der Sonderausstellung «Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum» ab 24. November 2021 gezeigt, zusammen mit Werken aus der Sammlung des Städel. In der weitgehend chronologisch gegliederten Schau soll sichtbar werden, wie sich Bestand und Nachlass gegenseitig ergänzen. Auch ein filmisches Porträt über Crespo wird zu sehen sein. Die Ausstellung dauert bis zum 6. März.

Die dem Städel vermachten Werke waren Teil der weit umfangreicheren Sammlung von Karl Ströher, Ulrike Crespos Grossvater, wie das Museum mitteilte. Dieser habe nach dem Zweiten Weltkrieg Werke der Klassischen Moderne und der unmittelbaren Zeitgenossenschaft erworben, vom Expressionismus bis zur US-amerikanischen Pop-Art.

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