Maltas Premierminister kündigt Rücktritt für Januar an

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    Der Mord an der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia hat Malta erschüttert. Jetzt zieht Muscat Konsequenzen. Er hat seinen Rücktritt angekündigt.

    Maltas Premierminister Joseph Muscat spricht mit Reportern. Foto: Jonathan Borg/AP/dpa
    Maltas Premierminister Joseph Muscat spricht mit Reportern. Foto: Jonathan Borg/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Joseph Muscat hat seinen Rücktritt für Januar angekündigt.
    • Er zieht damit Konsequenzen aus dem Skandal um die Ermordung einer Journalistin.

    Der maltesische Premierminister Joseph Muscat hat in der Krise um den Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia seinen Rücktritt für Januar angekündigt. Er werde weiter im Amt sein, bis im Januar ein neuer Vorsitzender seiner Partei gewählt werde. Dies sagte Muscat am Sonntag in einer TV-Ansprache.

    Er zieht damit die Konsequenzen aus dem Skandal um die Ermordung der regierungskritischen Bloggerin vor mehr als zwei Jahren. Zuvor war ein möglicher Hintermann der Tat angeklagt worden.

    Demonstration auf Malta
    Demonstranten halten während eines Protestes Bilder der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia in die Höhe. - dpa

    Wütende Demonstranten waren auch am Sonntag wieder gegen die Regierung Muscats auf die Strasse gegangen und hatten den Rücktritt des Premierministers gefordert. Sie werfen der Führung ihres Landes Korruption vor und verlangen Gerechtigkeit für Caruana Galizia.

    Auto in die Luft gesprengt

    Die Journalistin war am 16. Oktober 2017 in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Die damals 53-Jährige hatte unter anderem über Korruption bei Regierung und Geschäftsmännern auf Malta recherchiert.

    Drei Männer wurden festgenommen und angeklagt. Sie sollen den Sprengsatz gebaut und gezündet haben. Wer hinter ihnen steckte, ist bislang unklar.

    Nun rückte ein Unternehmer als möglicher Auftraggeber in den Fokus, der auch Kontakte zur Regierung gehabt haben soll. Yorgen Fenech war festgenommen worden, als er angeblich mit einer Luxusjacht fliehen wollte.

    Am Samstag wurde er wegen Mittäterschaft an dem Mord angeklagt. Muscat hatte 2013 sein Amt angetreten.

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