Malta billigt Abtreibungsgesetz mit minimalen Lockerungen

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    Malta hat eines der striktesten Anti-Abtreibungs-Gesetze der Welt. Dieses wurde jetzt minimal gelockert.

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    Malta will sein Abtreibungsrecht minimal lockern. (Symbolbild) - pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das pauschale Abtreibungsverbot in Malta wurde minimal gelockert.
    • Um abtreiben zu können, muss das Leben der Mutter ernsthaft in Gefahr sein.
    • Im Fall einer Vergewaltigung ist weiterhin kein Schwangerschaftsabbruch erlaubt.

    Malta hat sein strenges Abtreibungsverbot minimal gelockert. Das am Mittwoch im Repräsentantenhaus verabschiedete Gesetz erlaubt es Ärzten nun, einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen, wenn das Leben der Mutter ernsthaft in Gefahr ist und es keine andere Art der Behandlung gibt. Premierminister Robert Abela sprach von einem «historischen Schritt».

    Für eine Abtreibung muss eine Frau der verabschiedeten Reform zufolge entweder aufgrund einer Schwangerschaftskomplikation unmittelbar vom Tod bedroht sein oder drei Experten müssen bestätigen, dass die Komplikation ihre Gesundheit in «ernste Gefahr bringt, die zum Tod führen kann».

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    Eine schwangere Frau. - AFP/Archiv

    Sie müssen final einem Eingriff in einer dafür zugelassenen Klinik zustimmen. Die Abtreibung bleibt allerdings in allen anderen Fällen, einschliesslich Vergewaltigung, Inzest oder schwersten Erkrankungen des Fötus, weiterhin illegal.

    Hunderte treiben jährlich illegal ab

    Das zuvor gültige Pauschalverbot in dem kleinsten EU-Staat war eines der striktesten Anti-Abtreibungs-Gesetze der Welt. Ärzte führten zwar Schwangerschaftsabbrüche durch, wenn das Leben der Frau in Gefahr war – streng genommen machten sich die Mediziner und die Schwangeren damit aber strafbar. Ihnen drohten bis zu drei Jahre Gefängnis.

    Trotz des strengen Verbots beendeten jedes Jahr Hunderte Frauen in Malta die Schwangerschaft. Sie suchten dafür entweder Abtreibungskliniken im Ausland auf oder nahmen illegal online bestellte Abtreibungspillen ein.

    Abtreibungsbefürworter kritisierten, die Änderungen änderten kaum etwas am Status quo. Aber auch von Abtreibungsgegnern kam Kritik.

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