Die Politikerin Madeleine Albright trug einst viel zur Nato-Osterweiterung bei, was heute mehr als jemals zuvor zu schätzen sei. Nun wurde sie dafür gewürdigt.
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Madeleine Albright - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Tschechische Politiker würdigen die frühere US-Aussenministerin Madeleine Albright.
  • Die verstorbene Politikerin war eine «Verteidigerin von Demokratie und Menschenrechten».
  • Sie setzte sich für die Nato-Osterweiterung ein.

Tschechische Politiker haben die verstorbene frühere US-Aussenministerin Madeleine Albright für ihre politischen Verdienste gewürdigt. «Mitteleuropa weiss ihren Einsatz für die Nato-Osterweiterung heute mehr als jemals zuvor zu schätzen». Dies schrieb Aussenminister Jan Lipavsky am Mittwochabend bei Twitter. Die 1937 in Prag geborene Politikerin sei eine «starke Verteidigerin von Demokratie und Menschenrechten» gewesen.

«Kaum ein Staatsmann hat so viel für unser Land getan wie Madeleine Albright», merkte der tschechische Regierungschef Petr Fiala an.

Madeleine Albright entkam mehrmals der Diktatur

Sie sei zweimal vor einer Diktatur geflohen, der nationalsozialistischen und der kommunistischen. Sie habe in der freien Welt eine neue Chance bekommen und genutzt. «Wir danken und werden nie vergessen!»

Während Albrights Amtszeit als US-Chefdiplomatin von 1997 bis 2001 war Tschechien im März 1999 dem Nato-Verteidigungsbündnis beigetreten. «Daran denken wir gerade in dieser Zeit, in der uns die Nato vor dem arroganten Expansionswillen Russlands schützt». Dies hält der tschechische Ex-Aussenminister Alexandr Vondra fest.

Mit dem damaligen tschechischen Präsidenten und früheren Bürgerrechtler Vaclav Havel (1936-2011) verband Albright eine enge persönliche Freundschaft. Sie nahm mehrmals an der von ihm organisierten internationalen Konferenz «Forum 2000» teil. Vorschläge, nach Tschechien zurückzukehren und selbst für das Präsidentenamt zu kandidieren, wies sie indes zeitlebens als unrealistisch zurück.

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