Mädchen beschimpfen Staatsanwalt als «Schei**bastard»
In Dortmund wurde ein Staatsanwalt während eines Prozesses gegen eine Jugendgang beleidigt. Die Täterinnen entschuldigten sich und wurden aus dem Saal geworfen.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei einem Prozess gegen eine Jugendgang wurde der Staatsanwalt beleidigt.
- Zwei Freundinnen der Angeklagten bezeichneten ihn als «Sch**bastard».
- Sie entschuldigten sich, müssen aber dennoch je 200 Euro bezahlen.
In Dortmund sorgt ein Prozess gegen eine Jugendbande für Aufsehen. Denn auch Zuschauerinnen leisten sich verbale Entgleisungen. Wie die «Bild» berichtet, wurden am Mittwoch zwei Mädchen wegen Verleumdung zu einer Geldstrafe verdonnert.
Staatsanwalt Golo Osthoff sprach zu Beginn des Prozesses von einer «Verrohung der Sitten, diese Hauptverhandlung bildet keine Ausnahme». So hätten ihm Rechtsreferendarinnen von Beleidigungen aus dem Zuschauerraum berichtet. Er sei als «Bastard oder Sch**bastard» bezeichnet worden. Er solle seine Fresse halten und werde schon sehen, was er davon habe, sei gesagt werden.
Osthoff betonte, sich von solchen Verleumdungen und Drohungen nicht einschüchtern zu lassen. Deshalb wurden die beiden minderjährigen Mädchen von Zeuginnen identifiziert. Sie entschuldigten sich und sagten, die Beleidigungen seien ihnen «rausgerutscht».
Der Staatsanwalt nahm die Entschuldigung an, er sei nicht nachtragend. Dennoch beantragte er eine Strafe von je 200 Euro für die beiden Mädchen. Der Richter warf in der Folge alle Zuschauer und auch Journalisten raus, der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Gegenüber der «Bild» sagt eine der beiden, es sei ihr «peinlich» und tue ihr leid. «Wir sind mit den Angeklagten befreundet. Es ist wirklich schwer zu ertragen, wenn da Sachen gesagt werden, die nicht stimmen.»
Angeklagt sind sechs junge Männer, die im August 2025 eine andere Gruppe überfallen haben. Der Haupttäter trat dabei mehrfach auf ein am Boden liegendes Opfer ein, das schwere Verletzungen erlitt. Die restlichen Männer filmten die Tat. Sie alle wurden wegen gemeinschaftlichen versuchten Totschlags angeklagt.



















