Hongkong

    Maas kündigt Reaktionen auf Sicherheitsgesetz für Hongkong an

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Grossbritannien,

    Deutschlands Aussenminister Heiko Maas kündigte an, dass man notfalls auch EU-unabhängig auf das umstrittene Sicherheitsgesetz für Hongkong reagieren werde.

    Bundesaussenminister Maas besucht Griechenland
    Heiko Maas, Aussenminister von Deutschland, nimmt an einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis teil. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • China hat in Hongkong ein umstrittenes Sicherheitsgesetz eingeführt.
    • Deutschlands Aussenminister kündigte diesbezüglich mögliche Massnahmen an.
    • Als Beispiel nannte Heiko Maas etwa die Vereinfachung der Einreise für Hongkong-Chinesen.

    Deutschland will auf das umstrittene chinesische Sicherheitsgesetz für Hongkong notfalls auch unabhängig von anderen EU-Staaten reagieren. Dies kündigte Aussenminister Heiko Maas am Mittwoch bei einem Besuch in Grossbritannien an. Als geplante Massnahmen nannte er die Vereinfachung der Einreise für Hongkong-Chinesen, einen Exportstopp für bestimmte Rüstungsgüter, Stipendienprogramme für durch das Gesetz bedrohte Wissenschaftler, Künstler oder Journalisten sowie ein Ende des Auslieferungsabkommens mit Hongkong.

    Diese Vorschläge hatten Deutschland und Frankreich bereits im Kreis der EU-Aussenminister zur Diskussion gestellt. Nach einem Treffen mit seinem britischen Kollegen Dominic Raab auf dessen Landsitz in Chevening bei London wurde Maas nun deutlicher. «Wir wollen dies mit möglichst vielen europäischen Staaten auf den Weg bringen. Aber Deutschland wird auf jeden Fall die Vorschläge, die wir mit Frankreich gemacht haben, umsetzen», sagte Maas. «Wenn das Prinzip »Ein Land, zwei Systeme« durch das Sicherheitsgesetz ausgehöhlt wird, dann hat das auch Folgen für unser Verhältnis zu Hongkong und China.»

    Hongkong China
    Ein Mann trägt bei einem Protestmarsch gegen das neue Sicherheitsgesetz in Hongkong ein Plakat auf dem Chinas Staatspräsident als «neues Gesicht des Kolonialismus» bezeichnet wird. - dpa

    China steht wegen seiner Hongkong-Politik international schwer in der Kritik. Das neue Sicherheitsgesetz war von Peking Ende Juni verabschiedet worden. Es richtet sich in Hongkong gegen Aktivitäten, die China als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht. Auch soll es «heimliche Absprachen» mit Kräften im Ausland bestrafen.

    Die demokratische Opposition geht davon aus, dass das Gesetz vor allem auf sie abzielt. Grundsätzlich wird ein Ende des Prinzips «Ein Land, zwei Systeme» befürchtet, nach dem die frühere britische Kronkolonie seit der Rückgabe 1997 an China autonom und mit eigenen Freiheitsrechten verwaltet wird.

    Kommentare

    Weiterlesen

    China Sicherheitsgesetz Hongkong
    24 Interaktionen
    «Ende von Hongkong»
    Mike Pompeo
    80 Interaktionen
    Pompeo fordert

    MEHR IN NEWS

    Silent Hill Townfall
    Horror im Nebel
    Bad Ragaz SG

    MEHR HONGKONG

    Hongkong
    1 Interaktionen
    Hongkong
    joshua wong
    1 Interaktionen
    Prozess in Hongkong
    Shein Börse
    Hongkong
    club med
    Nach zehn Jahren

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Flughafen Manchester
    In Grossbritannien
    Kate Beckinsale
    Sie gibt auf
    Granit Xhaka Premier League
    26 Interaktionen
    3:5-Spektakel
    Johan Manzambi
    10 Interaktionen
    Tor & Assist