London: Russischen Truppen mangelt es an medizinischem Material
Verbandsmaterial und medizinische Produkte sind in der russischen Armee offenbar Mangelware. Das trage zu einer sinkenden Moral bei, sagt London.
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Das Wichtigste in Kürze
- Britischen Experten zufolge mangelt es Russland an Verbandsmaterial und Medizin-Produkten.
- Neu mobilisierte Reservisten sollen ihren eigenen Verbandskasten mitbringen.
- Es werde gesagt, Menstruationsartikel seien eine kostengünstige Lösung.
Den russischen Invasionstruppen in der Ukraine fehlt es nach Einschätzung britischer Militärexperten an Verbandsmaterial und anderen medizinischen Produkten auf dem Schlachtfeld. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update des britischen Verteidigungsministeriums zum Ukraine-Krieg am Freitag hervor.
Demnach wurden neu mobilisierte Reservisten angewiesen, ihren eigenen Verbandkasten mitzubringen, mit dem Hinweis, dass Menstruationsartikel eine kostengünstige Lösung seien.
«Der Mangel an Vertrauen auf eine ausreichende medizinische Versorgung bei den russischen Truppen trägt beinahe mit Sicherheit zu einer sinkenden Moral und an einem fehlenden Willen bei, an offensiven Einsätzen teilzunehmen», hiess es in der Mitteilung weiter.
Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf.
Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.












