London hebt Fracking-Verbot wegen Energiekrise auf

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Wegen der steigenden Energiepreise hebt die britische Regierung das Fracking-Verbot auf. Liz Truss sieht im Fracking «ein Teil des Energiemixes».

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    London hebt das Fracking-Verbot auf. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die britische Regierung hob das Fracking-Verbot wegen der steigenden Energiepreise auf.
    • Begründet wird dies mit der «Stärkung der Energiesicherheit».
    • Damit soll sichergestellt werden, dass das Land bis 2040 zum Nettoenergieexporteur wird.

    Die neue britische Regierung hebt wegen der rasant steigenden Energiepreise ein Fracking-Moratorium auf. «Angesichts der illegalen Invasion von (Kremlchef Wladimir) Putin in der Ukraine und des Missbrauchs von Energie als Waffe hat die Stärkung unserer Energiesicherheit absolute Priorität», sagte Wirtschaftsminister Jacob Rees-Mogg am Donnerstag.

    Damit solle zugleich sichergestellt werden, dass Grossbritannien bis 2040 zum Nettoenergieexporteur wird. «Um das zu erreichen, müssen wir alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten durch Solar-, Wind-, Öl- und Gasförderung erkunden», sagte Rees-Mogg. Die Aufhebung des Moratoriums erlaube, nach Quellen für heimisches Gas zu suchen. Der Minister gilt als Gegner grüner Energien und hat wiederholt die Ursachen des Klimawandels bezweifelt.

    «Fracking ist ein Teil des Energiemixes»

    Beim Fracking wird Gas oder Öl mithilfe von Druck und Chemikalien aus Gesteinsschichten herausgeholt, was Gefahren für die Umwelt birgt. In Deutschland ist die Methode verboten. In Grossbritannien war 2019 ein Moratorium verhängt worden. Die Konservative Partei hatte sich in ihrem Wahlprogramm zu dem Fracking-Stopp bekannt.

    Nun verteidigte die neue Parteichefin und Premierministerin Liz Truss die Aufhebung. «Fracking ist ein Teil des Energiemixes, wir sollten alle Optionen prüfen», sagte Truss am Rande der UN-Generalversammlung in New York. «Keine Option sollte vom Tisch sein, um unsere Energiesicherheit zu verbessern, denn das ist das Hauptproblem, mit dem wir konfrontiert sind.»

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    Liz Truss im Unterhaus. - PRU/AFP

    Eine Studie der British Geological Survey ergab, dass es nur ein «begrenztes Verständnis der britischen Geologie und der Onshore-Schiefergasreserven» gebe. Das Wirtschaftsministerium betonte nun, gerade deshalb sollten nun mehr Probebohrungen zugelassen werden, Anträge würden nur dort in Erwägung gezogen, «wo es örtliche Unterstützung» gebe, hiess es.

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