Lettland kündigt weitere militärische Unterstützung für die Ukraine für den Abwehrkampf gegen Russland an.
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Lettland unterstützt die Ukraine weiter. (Symbolbild) - Keystone

Lettland wird der Ukraine weitere Militärhilfe für den Abwehrkampf gegen Russland leisten. Das nächste Hilfspaket werde Haubitzen, 155-mm-Artilleriemunition, Systeme zur Panzer- und Flugabwehr sowie Raketenwerfer, Geländefahrzeuge, Handgranaten, Hubschrauber und weitere Ausrüstung umfassen, sagte Staatspräsident Edgars Rinkevics am Donnerstag in Riga nach einem Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj. Auch will Lettland in diesem Jahr 3000 ukrainische Soldaten ausbilden und die Ukraine bei der Produktion von Drohnen unterstützen.

Die Ukraine wehrt seit fast zwei Jahren eine russische Invasion ab und ist bei der militärischen Ausrüstung weitgehend von westlicher Unterstützung abhängig. «Die Regierung, unser Land und unser Volk werden der Ukraine weiterhin jede Art von Unterstützung gewähren, die sie benötigt», betonte Rinkevics. Nach seinen Angaben hat Lettland Hilfe im Wert von rund 600 Millionen Euro geleistet – umgerechnet ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes des baltischen EU- und Nato-Landes.

Selenskyjs Dank an Lettland

Selenskyj dankte Lettland für die «unerschütterliche Unterstützung» und die erneute Militärhilfe. «Sie wird von der Ukraine sinnvoll genutzt werden», sagte der Staatschef. «Die Stärke unserer Soldaten, die Stärke unserer Streitkräfte wird in Zukunft ganz wesentlich von derartiger Hilfe abhängen.» Auch warb er erneut für eine Nato- und EU-Mitgliedschaft seines Landes.

Lettland war die letzte Station der ersten Auslandsreise von Selenskyj in diesem Jahr, die ihn zuvor auch nach Litauen und Estland führte. Die drei an Russland und teils auch an dessen Verbündeten Belarus grenzenden Baltenstaaten zählen international zu den grössten und entschlossensten Fürsprechern der Ukraine. Als Verfechter einer klaren Haltung des Westens drängen sie international auf EU-Sanktionen gegen Moskau und Waffenlieferungen an Kiew. Zugleich unterstützen sie die Ukraine militärisch, finanziell und humanitär.

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