Eine rechte Kundgebung in Leipzig fällt viel kleiner aus als angemeldet: Nur 900 statt 15'000 Menschen kommen. Es gab auch Gegendemonstrationen.
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Teilnehmer einer Demonstration werden von Polizisten gestoppt. Die Initiatoren der rechten Demo unter dem Motto «Ami go home» fordern von den USA, ihre Truppen und Atomwaffen auf deutschem Boden abzuziehen. - Sebastian Willnow/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Leipzig wurde eine rechte Kundgebung mit 15'000 Teilnehmenden angemeldet.
  • Aufgetaucht sind lediglich ungefähr 900 Personen.
  • Viel grösser war die organisierte Gegendemonstration.

Gruppen aus dem rechten Spektrum fordern in Leipzig «Ami go home». Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Die Beteiligung ist jedoch nicht gross: Statt angemeldeten 15'000 kommen nur etwa 900 Menschen.

Unter dem Motto «Ami go home» haben sich in Leipzig mehrere Hundert Menschen nahe dem US-Generalkonsulat versammelt. In der Stadt gab es starken Gegenprotest. Sie forderten die USA auf, ihre Truppen und Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen.

·Ami go home·
26.11.2022, Sachsen, Leipzig: Teilnehmer einer Demonstration tragen ein Transparent. Die Initiatoren der rechten Demo unter dem Motto «Ami go home» fordern von den USA, ihre Truppen und Atomwaffen auf deutschem Boden abzuziehen. Foto: Sebastian Willnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - keystone

Zu den Rednern zählte Jürgen Elsässer, Herausgeber des «Compact»-Magazins. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft das Magazin als erwiesen rechtsextremistische Bestrebung ein.

Unter den Teilnehmern waren der Polizei zufolge Gruppen aus dem rechten Spektrum. Es nahmen deutlich weniger Menschen teil, als erwartet wurden: Die Polizei schätzte die Zahl auf rund 900, angemeldet waren 15'000. Die Polizei war in der Stadt mit Grossaufgebot unterwegs. «Wir sind auf alles vorbereitet – auch für den Verlauf des Abends», sagte eine Sprecherin.

Sitzblockaden und Ausschreitungen in Leipzig

Bei Gegendemonstrationen habe es auch Sitzblockaden und Ausschreitungen gegeben, teilte die Polizei weiter mit. Innerhalb einer Gegendemo sei Pyrotechnik gezündet worden. Aus diesem Grund sei dieser Aufzug gestoppt worden.

Auf einem grossen Banner der Gegendemonstranten stand «Die Rechten zu Boden». Der Gegenprotest sei insgesamt «deutlich grösser» als die Demonstration «Ami go home», teilte die Polizei mit. Die Teilnehmerzahl habe im niedrigen vierstelligen Bereich gelegen.

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