Leipzig: Fernzünder der Sprengstoffdrohne funktionierte nicht
Am Mittwoch wurde ein ukrainisches Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig von einer Sprengstoffdrohne attackiert. Dass nichts passiert ist, war wohl Glückssache.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Nacht auf Mittwoch wurde am Leipziger Flughafen eine Sprengstoffdrohne entdeckt.
- Sie wurde in der Nähe von vier ukrainisischen Flugzeugen gefunden.
- Nun kommt aus: Nur ein kaputter Fernzünder verhinderte eine Katastrophe.
Schockmoment am Flughafen in Leipzig!
In der Nacht auf Mittwoch wurde eine Sprengstoffdrohne in der Nähe von vier ukrainischen Flugzeugen entdeckt.
Diese war ein Eigenbau – und enthielt den hochexplosiven Stoff Semtex, einen militärischen Sprengstoff.
Zudem crashte eine sogenannte Aufklärungsdrohne in ein landendes DHL-Frachtflugzeug. Die Maschine musste durchstarten und landete schliesslich in Hannover.
Wer hinter dem versuchten Anschlag steckt, ist noch unklar. Eine Spur führt nach Russland, eine andere in die Ukraine.
Jetzt will die «Bild»-Zeitung erfahren haben: Leipzig entging einer Katastrophe nur knapp!
Explosion hätte Hunderte betreffen können
Offenbar kam es nur nicht zu einer Explosion, weil der Fernzünder der selbstgebauten Sprengstoffdrohne nicht funktionierte.
Ein Glück, denn: Bei einer Detonation des Sprengsatzes wären wohl nicht nur die ukrainischen Flugzeuge betroffen gewesen.
Sondern etwa auch hunderte Menschen, die rund um die Uhr im World-Cargo-Center arbeiten. Dieses befindet sich nahe der Stelle, wo die ukrainischen Flugzeuge hätten attackiert werden sollen.
Ebenfalls in der näheren Umgebung: Die Autobahnen A9 und A14. Sie führen beide in unmittelbarer Nähe des Flughafens vorbei.
«Das ist ein neues Bedrohungsszenario»
Derweil spricht Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt von einem «hybriden Anschlagsszenario» durch «fremde Mächte». Wer auch immer den Anschlagsversuch durchgeführt habe, sei kein Amateur gewesen.
Dobrindt erklärte weiter: «Dass eine Drohne bewaffnet mit Sprengstoff sich hier auf einem Flughafengelände befindet, das ist ein neues Bedrohungsszenario.»

Ein Bedrohungsszenario, welches am Flughafen in Leipzig nicht zum ersten Mal vorkommt. Im Juli 2024 geriet im DHL-Logistikzentrum am Flughafen ein Paket in Brand.
Es enthielt einen Brandsatz – und hätte später per Flugzeug verschickt werden sollen.



















