Leicht gestiegene Beteiligung bei französischer Kommunalwahl
Die Endrunde der französischen Kommunalwahlen ist mit einer gestiegenen Wahlbeteiligung angelaufen. Bis zum Mittag gaben 20,33 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie das Innenministerium mitteilte. In der ersten Wahlrunde hatte der Wert knapp darunter gelegen, ebenso 2014. Bei der letzten Kommunalwahl 2020 stimmten unter Corona-Bedingungen bis 12 Uhr lediglich gut 15 Prozent der Menschen ab.

In mehr als 1.500 französischen Gemeinden werden Lokalvertreter gewählt, darunter zahlreiche Grossstädte. An vielen Orten, etwa in Paris oder Marseille, ist der Wahlausgang dabei sehr offen. In den übrigen mehr als 33.000 zumeist kleineren Gemeinden stand bereits nach der ersten Wahlrunde am vergangenen Sonntag ein Sieger fest.
Ergebnisse werden ab 20 Uhr erwartet, die Auszählung dürfte sich aber eine Weile ziehen. Ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl gilt das Votum in gewisser Weise auch als Stimmungstest. Auch wenn für die meisten Menschen lokale Gegebenheiten ausschlaggebend sind, zählt die nationale Ebene in den grösseren Städten auch verstärkt in die Wahlentscheidung hinein. Dass die Regierung und Staatschef Emmanuel Macron mit der Wahl abgestraft werden sollen, wird allerdings nicht erwartet, da Macron nach zwei Amtszeiten im kommenden Jahr ohnehin nicht erneut zur Präsidentschaftswahl antreten kann.










