Leichenfund bei London: Polizei vermutet Opfer aus Vietnam

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    Grossbritannien,

    Der Fund von Dutzenden Leichen in einem Kühllaster sorgte für Aufsehen. Nach neuesten Erkenntnissen nimmt die Polizei an, dass die Opfer aus Vietnam stammen.

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    Polizisten und Mitarbeiter der Spurensicherung arbeiten an dem LKW, in dem am 23. Oktober 39 Leichen gefunden wurden. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am 23. Oktober wurden Leichen von 31 Männern und 8 Frauen in einem Kühllaster entdeckt.
    • In London geht die Polizei zurzeit davon aus, dass alle Lkw-Opfer aus Vietnam stammen.

    Nach dem Fund von 39 Leichen in einem Lastwagen nahe London geht die Polizei nach neuesten Erkenntnissen davon aus, dass alle Opfer aus Vietnam stammen. Das teilte der stellvertretende Polizeichef von Essex, Tim Smith, am Freitagabend mit.

    «In diesem Moment nehmen wir an, dass alle Opfer vietnamesische Bürger sind, wir stehen deswegen in Kontakt mit der vietnamesischen Regierung.» Die Polizei war nach der Entdeckung der Leichen in einem Kühllaster zunächst spekuliert, dass die Toten aus China stammten.

    Verdacht des Menschenschmuggels

    «Wir stehen in direktem Kontakt mit mehreren Familien in Vietnam und Grossbritannien, und wir glauben, einige Familien den Opfern zugeordnet zu haben, deren Reise in einer Tragödie an unseren Ufern endete», sagte Smith laut Erklärung. Nach örtlichen vietnamesischen Medienberichten haben bis zu 28 Familien in den zentralen Provinzen Ha Tinh und Nghe An Angehörige als vermisst gemeldet.

    Ermittler in Grays östlich von London
    Ermittler in Grays östlich von London - AFP

    In Vietnam waren am Freitag im Zusammenhang mit diesem Fall zwei Menschen festgenommen worden. Nähere Angaben machten die Behörden zunächst nicht. Zuvor waren bereits mehrere Personen unter dem Verdacht des Menschenschmuggels festgenommen worden. Allerdings ging es dabei um Menschenschmuggel in die USA und nach Taiwan.

    Auf der Suche nach Verdächtigen

    Inzwischen wurde in Irland ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Sicherheitskräfte vollstreckten am Freitag einen europäischen Haftbefehl gegen einen 23-Jährigen, wie die britische Polizei mitteilte. Die Behörde kündigte an, die Auslieferung des Verdächtigen zu beantragen, der aus dem britischen Nordirland stammt.

    Ihm werden Totschlag in 39 Fällen sowie Menschenhandel und Einwanderungsvergehen vorgeworfen. Zudem forderte die Polizei zwei verdächtige und ebenfalls aus Nordirland stammende Brüder auf, sich den Behörden zu stellen.

    vereinigtes königreich
    Spurensicherung am Lkw in London, Vereinigtes Königreich - AFP

    Die Polizei habe mit dem älteren Bruder telefoniert. Nähere Angaben zu dem Gespräch machte Stoten nicht. Es sei aber unerlässlich, die 40 und 34 Jahre alten Männer persönlich zu verhören.

    Ins Land geschleuste Migrante

    Die Brüder betreiben ein Transportunternehmen in der nordirischen Stadt Armagh. Sie werden wegen Totschlags und Menschenhandels gesucht, nachdem am 23. Oktober die Leichen von 31 Männern und 8 Frauen in einem Kühllaster entdeckt worden waren.

    Der Fahrer des Wagens, ein 25-jähriger Nordire, angeklagt. Drei weitere Verdächtige kamen gegen Kaution frei.

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