Sieben Mitglieder einer Familie von Kurden wurden in der Türkei getötet. Die Familie wurden schon davor Opfer von rassistischen Drohungen.
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Die Polizei und Ermittler stehen in Istanbul vor einem Tatort. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der türkischen Provinz Konya kam es zu einer rassistischen Gewalttat.
  • Sieben Mitglieder einer kurdischen Familie wurden getötet.
  • Die Familie hatte bereits zuvor mit rassistischen Drohungen zu kämpfen.

Angreifer seien am Freitagabend in das Haus der Familie in der zentraltürkischen Provinz Konya eingedrungen. Danach hätten die zwischen 35 und 65 Jahre alten Bewohner erschossen und ein Feuer gelegt. Das meldete die Nachrichtenagentur DHA.

Zehn Verdächtige wurden demnach festgenommen, Details zu den mutmasslichen Angreifern waren zunächst nicht bekannt. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um gewisse Streithähne zu trennen. Eine Person wurde leicht am Kopf verletzt und in ein Spital gebracht. Fünf Menschen wurden festgenommen.

Kurden von rassistischen Nachbarn bedroht

Es sei ein «grausames» Verbrechen. Die Menschenrechtsanwältin Eren Keskin schrieb auf Twitter, die getötete Familie sei schon in der Vergangenheit aus rassistischen Motiven angegriffen worden. Mitglieder der Familie waren bereits im Mai bei einem Angriff schwer verletzt worden. Einem Onlinemedium sagte die Familie damals, Nachbarn hätten sie bedroht und gesagt, sie duldeten keine Kurden.

In der Türkei haben sich in den vergangenen Wochen Übergriffe auf Kurden aus mutmasslich rassistischen Motiven gehäuft. Vor anderthalb Wochen war in Konya ein 43-Jähriger getötet worden, der nach Medienberichten bedroht wurde, weil er Kurde sei. Die Behörden hatten einen rassistischen Hintergrund zurückgewiesen.

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