Treibhausgas

    Kohlenstoffdioxid: Weniger Treibhausgas-Düngeeffekt auf Pflanzen

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Kohlenstoffdioxid wirkt düngend auf Pflanzen. Dieser Treibhausgas-Düngeeffekt ist in den letzten 40 Jahren aber um rund 30 Prozent zurück.

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    Pflanzen sind nicht mehr im Stand, so viel Kohlenstoffdioxid aufzunehmen. - pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kohlendioxid hat auf Pflanzen einen düngenden Effekt.
    • Mit Sonnenlicht wandeln sie das CO2 in energiereiche Biomoleküle um.
    • Der Düngeeffekt hat sich in den letzten Jahrzehnten jedoch deutlich verringert.

    Im Frühling zeigen sich immer mehr Pflanzen in sattem Grün. Durch den Farbstoff sind Blätter in der Lage, mit steigender Menge an Kohlenstoffdioxid mehr davon aus der Luft zu binden. Doch der sogenannte Düngeeffekt des Treibhausgases verringert sich bereits.

    Kohlenstoffdioxid (CO2) habe quasi einen düngenden Effekt auf die Pflanzen, doch dieser werde nun kleiner, berichtet die Universität Augsburg. In den vergangenen vier Jahrzehnten habe ein internationales Team einen Rückgang um etwa 30 Prozent dieses Düngeeffekts beobachtet.

    Bei der Photosynthese verwandeln die Pflanzen CO2 aus der Luft mit Hilfe von Sonnenlicht in energiereiche Biomoleküle. Sie binden also einen Teil der menschengemachten CO2-Emissionen. Die Photosynthese wird verstärkt, wenn mehr CO2 in der Luft ist.

    Pflanzen können hohe Konzentration Kohlenstoffdioxid nicht aufnehmen

    Durch diesen Düngeeffekt kann der Klimawandel gebremst werden. Doch nach Satellitenbeobachtungen der Forscher nimmt dieser Verstärkungseffekt seit den 1980er Jahren weltweit ab. Die Gründe seien schwer zu erfassen, heisst es in der Pressemitteilung.

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    Eine Industrieanlage stösst Kohlenstoffdioxid aus. (Archivbild) - dpa

    «Pflanzen brauchen ein ausgewogenes Verhältnis von CO2, Wasser und anderen wichtigen Nährstoffen, um zu wachsen.» Dies erklärte Daniel Goll von der Universität Augsburg in der Mitteilung der Hochschule. Die CO2-Konzentration nehme zwar zu, aber nicht Wasser und Nährstoffe. Vermutlich könnten die Pflanzen die hohe Konzentration des Gases deshalb nicht für sich nutzen.

    Das könne auch Folgen für die Wirkung einiger Klimaschutzstrategien haben wie das Aufforsten von Wäldern. Dies erklärt einer der Leitautoren der Studie, Yongguang Zhang von der Universität Nanjing in China.

    Die Gesellschaft müsse somit noch mehr auf andere Strategien setzen, um die Emissionen der Treibhausgase zu reduzieren. Dies fordern die Wissenschaftler aus Augsburg. Die Studie wurde im Fachjournal «Science» veröffentlicht.

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