Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK), Ottmar Edenhofer, hat sich für die Einführung einer Importsteuer auf russisches Öl anstatt eines vollständigen Embargos ausgesprochen.
PCK-Raffinerie
PCK-Raffinerie - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Steuer könne je nach politischer Situation erhöht oder abgesenkt werden.

Bei einem Embargo handele es sich letztlich um eine «prohibitiv hohe Importsteuer», sagte Edenhofer dem «Handelsblatt». Es gebe jedoch auch Optionen «jenseits von ganz oder gar nicht», eine Importsteuer ermögliche mehr Flexibilität.

Bei einer Importbesteuerung wären laut Edenhofer Abstufungen möglich, mit denen die Menge an importiertem Öl schrittweise reduziert werden könne. Solche Importbeschränkungen könnten «schrittweise verschärft und auch wieder gelockert» werden, «wenn es die politische Konstellation erfordert», sagte er. Entscheidend sei jedoch in jedem Fall, dass die Nachfrage nach russischen Energieimporten in den kommenden Jahren «drastisch reduziert» werde.