Kita-Erzieherinnen: Beamtenbund fordert Aufwertung

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    Deutschland,

    Seit Jahren ringen die Gewerkschaften um mehr Geld für Kita-Erzieherinnen und -Erzieher. In dieser Woche sollen Tarifverhandlungen fortgesetzt werden.

    Vor dem Start der Tarifverhandlungen fordern die Verbände eine kräftige Aufwertung der Arbeit von Kita-Erzieherinnen und -Erziehern ein. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
    Vor dem Start der Tarifverhandlungen fordern die Verbände eine kräftige Aufwertung der Arbeit von Kita-Erzieherinnen und -Erziehern ein. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vor weiteren Tarifverhandlungen für rund 330.000 Kita-Erziehungskräfte und andere Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst fordert der Beamtenbund dbb eine Aufwertung des Berufsfelds. 

    Dafür brauche es eine gemeinsame Kraftanstrengung, sagte dbb-Chef Ulrich Silberbach der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Wenn dies nicht gelinge, «sind alle Vorhaben vom Kabinett Scholz in diesem Bereich bereits jetzt, am Beginn der Legislaturperiode, schon Makulatur», sagte Silberbach.  

    An diesem Freitag nehmen die Gewerkschaft Verdi und der dbb nach knapp zweijähriger Pause in Potsdam Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgebern für den Sozial- und Erziehungsdienst wieder auf. Die Gespräche waren wegen der Pandemie im März 2020 unterbrochen worden. Verdi wollte am Montag über den Stand der Verhandlungen informieren.

    Auch Bundesregierung «in der Pflicht»

    Verdi verlangt unter anderem Verbesserungen bei der Eingruppierung der Beschäftigten sowie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Die reinen Entgelte der betroffenen Beschäftigten stehen nach Angaben der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) nicht im Fokus der Verhandlungen. Bereits am 1. April steigen die Entgelte um 1,8 Prozent.

    Die Gewerkschaften forderten aber höher Eingruppierungen, betonte die VKA. Die Gesamtkosten der Gewerkschaftsforderungen können laut VKA mangels Konkretion noch nicht voll beziffert werden. Allein bisher berechenbare Posten würden sich bei einer kompletten Realisierung auf eine halbe Milliarde Euro summieren.

    Silberbach sagte: «Die Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst führen wir mit den kommunalen Arbeitgebern. Aber: Auch die Bundesregierung steht in der Pflicht.» Im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP seien ambitionierte Pläne für die frühkindliche Bildung und Soziale Arbeit formuliert worden. «Sollen die auch nur ansatzweise Realität werden, muss der Bund die Kommunen stärker finanziell unterstützen.»

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