Kindesentziehung: Frau entführt Säugling aus Spital
Eine Frau aus Lüdenscheid (D) gab sich als Spitalmitarbeiterin aus und entführte ein Neugeborenes. Kurze Zeit später fand man das Baby in einem Parkhaus.

Das Wichtigste in Kürze
- In Lüdenscheid (D) wurde ein Neugeborenes aus einem Spital entführt.
- Die Täterin gab sich als Mitarbeiterin aus.
- Das Baby wurde kurze Zeit später wohlauf in einem Parkhaus gefunden.
In Lüdenscheid (D) wurde ein Baby aus dem Spital entführt. Das Neugeborene wurde in einem Nebenraum eines Parkhauses in einem Einkaufscenter gefunden.
Das sieben Tage alte Baby lag unbekleidet neben einem Kassenautomaten auf dem Boden. Ein Rettungswagen brachte ihn anschliessend zurück ins Spital.
Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis schreibt in Ihrer Pressemitteilung: «Eine Frau im hellblauen Kasack hat sich als Mitarbeiterin ausgegeben und den Säugling gegen 15.15 Uhr aus dem Patientenzimmer geholt.»
Die Polizei teilte mit, dass es dem Baby den Umständen entsprechend gut gehe. Das Parkhaus wurde abgesperrt, um Spuren zu sichern. Die Ermittlungen laufen – der Vorwurf: Kindesentziehung.
Unbekannte Frau täuscht Spitalpersonal
Die mutmassliche Täterin hatte sich Zugang zum Patientenzimmer verschafft. Sie gab sich als Mitarbeiterin der Klinik aus. Gegenüber dem Pflegepersonal behauptete sie, das Baby für eine Untersuchung mitzunehmen.
Die Ermittlungsbehörden fahndeten unmittelbar nach dem Vorfall nach der unbekannten Frau. Über die Hintergründe laufen noch Abklärungen. Die Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber den Medien.
Polizei sucht Zeugen und beschreibt Verdächtige
Die Polizei hat eine Beschreibung der gesuchten Frau veröffentlicht. Sie soll zwischen Mitte 20 und Anfang 30 Jahre alt sein. Ihre Grösse wird auf 175 bis 180 Zentimeter geschätzt.
Die Verdächtige ist laut Polizei sehr schlank und hat blonde Haare. Diese seien möglicherweise zu einem Zopf gebunden gewesen. Zudem trage sie eine auffällig grosse Brille.
Ähnliche Fälle sorgen immer wieder für Aufsehen
Fälle, bei denen Neugeborene aus Spitälern entführt werden, sind selten, aber sie kommen vor.
Zuletzt sorgte 2022 ein Fall in Luzern für Aufsehen: Eine Frau hatte ein Zimmer der Frauenklinik betreten und sich den Eltern als Pflegefachkraft vorgestellt. Sie konnte zunächst mit dem Kind verschwinden, kurz darauf wurde sie in ihrem Zuhause in der Zentralschweiz festgenommen.
In der Schweiz sind Spitäler heute oft mit einem sogenannten «Badge-System» ausgestattet. Dieser Badge ermöglicht lediglich den Mitarbeitenden einen uneingeschränkten Zugang zu allen Räumen.

















