Kinder nehmen Abschied von erschossenem Reporter de Vries

    Rebekka Affolter
    Rebekka Affolter

    Niederlande,

    «Ein kämpferisches Leben ist zu Ende gegangen» – mit diesen Worten nehmen die Kinder von Polizeireporter Peter de Vries von ihm Abschied.

    peter de vries
    Polizeireporter Peter de Vries ist nach einem Attentat gestorben. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Polizeireporter Peter de Vries ist vergangenen Mittwoch nach einem Anschlag gestorben.
    • Mit emotionalen Worten nehmen nun seine Kinder von ihm Abschied.
    • Bereits vergangenen Dienstag bedankten sie sich für die Solidarität der Menschen.

    In Amsterdam kam es vergangene Woche zu einem Attentat auf den Polizeireporter Peter de Vries (†64). Neun Tage nach dem Anschlag erlag er im Spital seinen Verletzungen. Nun nehmen seine Kinder von ihm Abschied.

    «Ein furchtloses und kämpferisches Leben auf den Barrikaden von Recht und Unrecht ist zu Ende gegangen», steht in der Todesanzeige von Peter de Vries. Royce (32), der Sohn des Polizeireporters, veröffentlichte diese auf seinem Twitter-Account.

    peter de Vries
    Viele Menschen trauern um den erschossenen Reporter Peter de Vries. - Keystone

    «Er war der fantastischste Vater, den sich ein Mensch wünschen kann», schreiben de Vries' Kinder, Royce und Kelly, in der Todesanzeige weiter. Er habe sie stets gelehrt, so zu bleiben, wie sie sind. «Haltet den Rücken gerade, wenn es nötig ist, setzt euch für Schwächere ein, sagt ehrlich, was ihr denkt und hört auf euren Gerechtigkeitssinn.»

    Drogenmafia könnte hinter Attentat stecken

    Bereits am Dienstag, einen Tag vor de Vries' Tod, waren seine Kinder im niederländischen Fernsehen aufgetreten. Dabei bedankten sie sich für die Solidarität, die die Menschen nach dem Attentat zeigten.

    Royce und Kelly de Vries im niederländischen Fernsehen.

    Hinter der Tat steckt vermutlich die Drogenmafia. Der verstorbenen Reporter war Vertrauensperson des Kronzeugen in einem grossen Prozess gegen den mutmasslichen Drogenboss Ridouan Taghi. Die zwei Hauptverdächtigen des Mordanschlags sitzen bereits hinter Gittern.

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