Offenbar soll es am heutigen Mittwoch drei humanitäre Korridore im Südosten der Ukraine geben.
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Eine Frau sitzt in einem beschädigten Auto, als sie mit anderen Menschen, die aus der vom russischen Militär belagerten südöstlichen Stadt Mariupol und dem besetzten Melitopol geflohen sind, am 25. März 2022 in Saporischschja, Ukraine, am Evakuierungspunkt ankommt. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gehe um Fluchtrouten aus den Städten Berdjansk und Melitopol.
  • Dafür würden Busse in die umkämpften Städte fahren.

Der ukrainischen Regierung zufolge sind für den heutigen Mittwoch drei humanitäre Korridore im Südosten des Landes geplant. Dabei handele es sich um Fluchtrouten aus den Städten Berdjansk am Asowschen Meer und Melitopol, teilte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk mit.

Dafür würden Busse in die umkämpften Städte fahren. Private Autos könnten sich der Buskolonne auf dem Rückweg anschliessen. Zudem würden Hilfsgüter in die Städte gebracht. Zusätzlich sei ein Korridor für die Flucht von Zivilisten aus der Atomkraftwerksstadt Enerhodar nach Saporischschja vereinbart worden.

Wereschtschuk zufolge sind der russischen Delegation bei den Verhandlungen in Istanbul am Vortag Vorschläge für humanitäre Korridore für 97 Siedlungen in 9 Regionen übergeben worden. Vor knapp fünf Wochen hat Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. UN-Angaben zufolge wurden mehr als 1100 Zivilisten bereits getötet - die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher sein.

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