Der US-Klimabeauftragte John Kerry kündigt eine Koalition mit Firmen zur Ausweitung grüner Technologie an.
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John Kerry, ehemaliger Aussenminister der USA, hat in der Biden-Regierung den Sonderposten für das Klima inne. - sda - Keystone/AP/Gerald Herbert

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Mittwoch kündigte der US-Klimabeauftragte John Kerry eine neue Koalition von Firmen an.
  • Grund: Unternehmen müssten ihren Teil zum Klimaschutz beitragen.

Der US-Klimabeauftragte John Kerry hat am Mittwoch in Genf eine künftige Koalition von Unternehmen zur Ausweitung grüner Technologie angekündigt. Die Unternehmen müssten ihren Teil zum Klimaschutz beitragen.

Die Klimakonferenz in Glasgow (COP26) im kommenden November werde «nicht die letzte, aber die beste Gelegenheit sein», um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, sagte der frühere US-Aussenminister Kerry am Mittwoch an einer vom World Economic Forum (WEF) organisierten Debatte in Genf.

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Der US-Klimabeauftragte John Kerry. (Archivbild) - AFP/Archiv

«Wir sind gefährlich im Rückstand», sagte Kerry. Nötig sei eine Beschleunigung von Massnahmen, um bis 2050 die CO2-Neutralität zu erreichen. Vor allem müsse der Ausstoss von Treibhausgasen bis 2030 reduziert werden.

Trotz der Spannungen zwischen den USA und China will Kerry eine Zusammenarbeit zwischen Washington und Peking in dieser Frage. Ohne China könnten die Ziele nicht erreicht werden, sagte er. Und die Unternehmen müssten «ihren Teil dazu beitragen».

Klimafreundliche Technologien – Noch keine ausreichende Nachfrage?

Das Problem sei, dass es noch keine ausreichende Nachfrage nach klimafreundlichen Technologien gebe, so Kerry. Die USA setzten sich für eine Koalition grosser Unternehmen ein, um in diese Technologie zu investieren und den Einsatz dieser Instrumente auszuweiten, von der Luftfahrt bis zur Lieferung von Gütern.

Die Koalition soll noch vor der COP26 bekannt gemacht werden, wie Kerry sagte. Er will eine ähnlich grosse Nachfrage erreichen wie jene für Impfstoffe gegen das Coronavirus.

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