Der erste Wahlgang zur Präsidentenwahl in Estland hat keine Entscheidung über das neue Staatsoberhaupt des baltischen EU-Landes gebracht.
Wahllokal in Tallinn
Wahllokal in Tallinn - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der geheimen Abstimmung am Montag im Parlament in Tallinn erhielt der Wissenschaftler Alar Kairs als einziger nominierter Kandidat nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit von 68 der 101 Abgeordneten.

Für den Direktor des Estnischen Nationalmuseums votierten 63 der 94 anwesenden Abgeordneten. 16 Wahlzettel wurden leer abgegeben. Das Parlament muss laut Verfassung am Dienstag erneut in einem zweiten und gegebenenfalls einem dritten Wahlgang abstimmen. Dafür können jeweils neue Kandidaten nominiert werden.

Karis ging für die Regierungskoalition ins Rennen, die aus der wirtschaftsliberalen Reformpartei und der linksgerichteten Zentrumspartei besteht. Die beiden Parteien sind die zwei führenden politischen Kräfte Estlands - sie halten 59 der 101 Parlamentssitze. Regierungschefin Kaja Kallas (Reformpartei) kündigte bereits vor dem ersten Wahlgang an, dass ihre Partei auch weiterhin an Karis als Kandidat festhalten werde.

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