Die deutsche Regierung will bei Online-Spielplattformen genauer hinschauen. Dafür will sie auch die Betreiber in die Pflicht nehmen.
Die Messe Gamescom ist dieses Jahr virtuell
Die Messe Gamescom ist dieses Jahr virtuell - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Online-Spieleplattformen sollen keine blinden Stellen mehr haben.
  • Justizstaatssekretär Kastrop fordert deshalb verpflichtende Regeln.
  • Auch die Geschäftspraktiken der Unternehmen sollen genauer geregelt werden.

Zu Beginn der Spielemesse Gamescom am Mittwoch hat das Bundesjustizministerium strengere Regeln für Online-Spieleplattformen gefordert.

«Wo sich Millionen junge Menschen jeden Tag bewegen und miteinander kommunizieren, darf es keine blinden Flecken geben.» Dies sagte Justizstaatssekretär Christian Kastrop dem «Handelsblatt». Kastrop warnte insbesondere vor sexueller Belästigung von Kindern und Jugendlichen und Cybermobbing.

Verpflichtende Regeln

Für Online-Spieleplattformen forderte der Justizstaatssekretär «verpflichtende Regeln und starke Verbraucherrechte». In den Verhandlungen um den Digital Services Act auf EU-Ebene wolle sich die Bundesregierung dafür einsetzen. Mit dem Vorhaben will die EU die Geschäftspraktiken von Onlineplattformen genauer regeln.

«Spieleplattformen müssen von den künftigen europäischen Regeln erfasst sein. Damit können strafbare und jugendgefährdende Inhalte sehr schnell gelöscht werden.» Als «inhaltliches Vorbild» solle das kürzlich beschlossene Gesetzespaket gegen Hass und Hetze im Netz dienen.

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