Junge Mutter packt über Angebote aus: Wohnung gegen Sex!
Sex statt Miete: Eine junge Mutter aus Baden schildert, wie sie bei der Wohnungssuche auf verstörende «Angebote» stiess.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Wohnungsnot öffnet laut Beratungsstellen Raum für gezielte Übergriffe.
- Betroffene berichten von sexuellen Forderungen statt regulärer Mietangebote.
- Fachstellen raten, solche Kontakte sofort abzubrechen und eine Anzeige zu prüfen.
Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt wird offenbar zunehmend für Grenzüberschreitungen ausgenutzt. Eine 28-jährige Frau aus Baden (D) berichtet, bei der Wohnungssuche mehrfach auf sexuelle Gegenleistungen angesprochen worden zu sein.
Wie die junge Mutter gegenüber der «Badischen Zeitung» erzählt, suchte sie für sich und ihre dreijährige Tochter über Facebook eine Wohnung im Raum Weil am Rhein (D). Statt seriöser Angebote für einen Wohnsitz in dem Städchen an der Schweizer Grenze, erhielt sie nach eigenen Angaben zahlreiche zweifelhafte Nachrichten.
Ein Mann schrieb ihr etwa, über die Miete habe er sich «noch gar keine Gedanken gemacht», das lasse sich «locker handhaben ;)». Recherchen hätten später gezeigt, dass das angebliche Mietobjekt gar nicht existierte und die Fotos von einer Immobilienseite stammten.
Andere Nachrichten seien deutlich direkter gewesen. Einer der Absender habe erklärt, er sei «sexuell seit Jahren nicht aktiv» und sehe eine Annäherung als eine Art Bezahlung. Als sie ihre Ablehnung ausdrückte, habe er geantwortet: «Wieso geschockt? Es wäre ein guter Deal und du wärst nicht obdachlos.»
«Eine Frau wird weniger als Mensch, sondern mehr als Ware behandelt»
Die Frau entschloss sich, an die Öffentlichkeit zu gehen, weil solche Erfahrungen selten bekannt würden. Viele Betroffene schwiegen aus Scham oder Angst, obwohl entsprechende Situationen immer wieder vorkämen. Sie will nach eigenen Angaben einige der Männer anzeigen.
Eine Beraterin einer Frauenberatungsstelle in Lörrach (D) bestätigte, dass solche Fälle bekannt seien. Solche Situationen zeigten, wie problematisch der Umgang mit Frauen teilweise noch immer sei.

Frauen würden dabei nicht als Menschen, sondern als Ware behandelt. Betroffenen werde geraten, auf derartige Angebote nicht einzugehen und zu Besichtigungen Begleitpersonen mitzunehmen.
















