Junge Influencer: Kosmetikwerbung für Kinder in Italien im Visier

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Italien,

Italiens Wettbewerbsbehörde hat Untersuchungen gegen die beiden zum französischen Luxuskonzern LVMH gehörenden Kosmetikmarken Sephora und Benefit Cosmetics eingeleitet. Hintergrund sind mögliche unlautere Geschäftspraktiken mit Influencer-Werbung.

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Junge Influencer: Kosmetikwerbung für Kinder in Italien im Visier. - keystone

Den Unternehmen wird vorgeworfen, Produkte für Erwachsene an Kinder und Jugendliche zu vermarkten und dabei sehr junge Influencer für Werbezwecke einzusetzen, wie die Behörde in Rom mitteilte. Die Untersuchungen konzentrieren sich demnach auf den Vorwurf, dass Kinder und Jugendliche zum vorzeitigen Gebrauch von Gesichtsmasken, Seren und Anti-Aging-Cremes angeregt worden sein könnten.

Die Wettbewerbsbehörde nannte in diesem Zusammenhang ein Phänomen unter Jugendlichen, bei dem bereits im jungen Alter zwanghaft Hautpflegeprodukte eingesetzt werden.

Es bestehe der Verdacht, dass etwa Warnhinweise für die Nutzung von Produkten, die nicht für Minderjährige bestimmt oder an ihnen getestet sind, ausgelassen oder zumindest irreführend dargestellt worden seien, hiess es. Ausserdem gebe es Hinweise darauf, dass sehr junge Influencer in den sozialen Medien eingesetzt werden, um den vorzeitigen Gebrauch von Kosmetikprodukten für Erwachsene bei jungen Menschen zu fördern.

Luxusmarken und Kosmetikfirmen bewerben bereits seit geraumer Zeit ihre Produkte in den sozialen Medien wie etwa TikTok. Dadurch wird auch ein junges Publikum erreicht, da die Plattformen vor allem von jüngeren Menschen genutzt werden. Eine Auswertung des Marktforschungsunternehmens NIQ ergab, dass Körperpflege- und Beauty-Produkte die umsatzstärksten Kategorien im Bereich der Produkte des täglichen Bedarfs (FMCG) im Social Commerce sind.

Kommentare

User #5123 (nicht angemeldet)

Richtig so - Kinder sind Kinder und keine Modepuppen für irgendwelche Beauty-Konzerne! Aber, wenn z.B. die Eltern schon "influenzerisch abhängig" unterwegs sind, kann es für die Kids g'laub schon selbstverständlich werden, der "Quatsch" wird ihnen ja quasi täglich vorgelebt.

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