Journalist kehrt aus polnischem Exil nach Belarus zurück

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    Ein prominenter polnischstämmiger Journalist aus Belarus ist gut vier Monate nach seiner Freilassung im Rahmen eines von den USA vermittelten Gefangenenaustausches in seine Heimat zurückgekehrt.

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    Andrzej Poczobut habe Polen über den Übergang Bobrowniki an der Grenze zu Belarus verlassen, - keystone

    Andrzej Poczobut habe Polen über den Übergang Bobrowniki an der Grenze zu Belarus verlassen, meldete die Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf polnische Sicherheitskreise. Am Nachmittag veröffentlichte Poczobut auf X ein Bild von sich in seiner Heimatstadt Grodno. Er hatte seit seiner Freilassung immer wieder betont, dass er nach Belarus zurückwolle.

    «Andrzej Poczobuts Entscheidung, nach Belarus zurückzukehren, zeigt aussergewöhnlichen Mut», schrieb die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja auf der Plattform X. Das bedeute aber nicht, dass die Repressionen vorbei sind. Festnahmen und Einschüchterungen gingen weiter, schrieb sie.

    Der 53 Jahre alte Journalist gehört zur polnischen Minderheit in Belarus. Er hatte viele Jahre für die polnische Tageszeitung «Gazeta Wyborcza» aus dem autoritär regierten Land berichtet. Im Frühjahr 2021 wurde er festgenommen und blieb danach in Haft. Im Juli 2023 wurde er zu acht Jahren Strafkolonie verurteilt; der Prozess galt als politisch motiviert.

    Ende April war Poczobut im Rahmen eines unter Vermittlung des US-Unterhändlers John Coale zustande gekommenen Gefangenenaustausches freigelassen worden. Insgesamt wurden damals nach Angaben der staatlichen belarussischen Agentur Belta neun Gefangene ausgetauscht.

    Gleich bei seiner Ankunft in Polen hatte der von den harten Haftbedingungen schwer gezeichnete Journalist angekündigt, dass die Rückkehr in sein Land plane. In der vergangenen Woche sagte Poczobut bei einer Veranstaltung: «Ich will dorthin fahren, um die Arbeit des Verbandes der Polen in Belarus zu unterstützen. Diese Menschen brauchen meine Anwesenheit; wenn wir miteinander sprechen, fragen sie mich, wann ich endlich komme». Er betonte, dass die an der polnischen Grenze gelegene belarussische Stadt Grodno seine Heimat sei.

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    Kommentare

    User #5049 (nicht angemeldet)

    Der denkt wohl so ähnlich wie Nawalny und riskiert unnötig sein Leben. Das LOL lasse ich weg.

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