Italiener fordern Öffnung des Grenzübergangs Bizzarone

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    Bellinzona,

    Der Bund schloss 14 kleinere Grenzübergänge zwischen Italien und der Schweiz. Nun wird die sofortige Öffnung des Grenzübergangs Bizzarone gefordert.

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    Mitte März hat der Bund aufgrund der Coronavirus-Epidemie mehrere kleinere Grenzübergänge zu Italien geschlossen - darunter auch Brusata di Novazzano. - sda - KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bund schloss 14 kleinere Grenzübergänge zwischen Italien und der Schweiz.
    • Nun wird die sofortige Öffnung des geschlossenen Grenzübergangs Bizzarone gefordert.
    • Grenzgänger leiden tagtäglich unter der «einseitig getroffenen Entscheidung».

    Gemeindepräsidenten und Gewerkschafter der Region Como fordern die sofortige Öffnung des geschlossenen Grenzübergangs Bizzarone. In einem offenen Brief legen sie dar, dass die Grenzgänger tagtäglich unter der «einseitig getroffenen Entscheidung» litten.

    Die Schliessung des Grenzübergangs Bizzarone habe in der Region Como «Bestürzung» ausgelöst. So heisst es im auf der Facebook-Seite der Gemeinde Solbiate con Cagno veröffentlichten Brief.

    Auf Schweizer Seite ist der Grenzübergang unter dem Namen «Brusata di Novazzano» bekannt. Verfasst haben den Brief 21 Gemeindepräsidenten und 4 Gewerkschafter der Region Como.

    Bereits die erste Schliessungsrunde kleinerer Grenzübergänge zwischen dem Tessin und der Region Lombardei habe kilometerlange Staus verursacht. Doch die Schliessung des Grenzübergangs Bizzarone hat offenbar das Fass zum Überlaufen gebracht.

    Viele Grenzgänger in die Schweiz

    In dem Brief heisst es: «Denken wir in erster Linie an die vielen Krankenschwestern und Ärzte, welche die Schweizer Bevölkerung ununterbrochen unterstützen.» Die italienischen Grenzgänger seien das «Rückgrat des Tessins» und hätten es nicht verdient, auf diese Weise behandelt zu werden.

    Die Unterzeichnenden fordern die Schweizer Regierung auf, den Grenzübergang wieder zu öffnen. Sie sollen damit den italienischen Staatsbürgern helfen, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Denn sie müssten jeden Tag die Folgen dieser Entscheidung ertragen, heisst es weiter.

    Coronavirus - Schweiz
    Beamte des Grenzwachkorps schliessen den Grenzübergang San Pietro di Stabio zwischen der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. - dpa

    Die Unterzeichner wenden sich auch an die Regierung der Lombardei; diese fordern sie auf, im Dialog mit der Schweiz eine Lösung zu finden und künftig ähnliche Situationen zu vermeiden.

    Der Bund schloss am 11. und 17. März insgesamt 14 kleinere Grenzübergänge zwischen Italien und der Schweiz, um den Verkehr besser kontrollieren zu können. Knapp 4000 italienische Grenzgänger arbeiten im Tessiner Gesundheitswesen.

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