Nahost-Konflikt

    Italien schickt Fregatte zu Gaza-Hilfsflotte

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Italien entsendet nach mutmasslichen Angriffen auf eine private Flotte von Schiffen mit Gaza-Hilfslieferungen im Mittelmeer eine Fregatte in die Region.

    Flagge Italiens
    Italien schickt nach Angriffen auf Hilfsschiffe im Mittelmeer eine Fregatte in die Region. (Symbolbild) - pixabay

    Italien schickt nach mutmasslichen Angriffen im Mittelmeer auf eine private Flotte von Schiffen mit Hilfslieferungen für die Bevölkerung im Gazastreifen eine Fregatte in die Region.

    Das Schiff «Fasan» der italienischen Marine solle bei etwaigen Rettungsaktionen helfen, kündigte Verteidigungsminister Guido Crosetto in Rom an. Die etwa 50 Boote der Flotte mit dem Namen Global Sumud Flotilla (GSF) befinden sich derzeit in der Nähe der griechischen Insel Kreta.

    Die Aktivisten an Bord der Schiffe machen Israel für Angriffe mit Drohnen und Blendgranaten sowie möglicherweise auch Chemikalien in der Nacht verantwortlich. Die Organisation Codepink sprach von mindestens elf Attacken. Eine Aktivistin berichtete von «15 oder 16 Drohnen». Ziel der Flotte ist der Gazastreifen. Die Aktivisten wollen die israelische Seeblockade der von Palästinensern bewohnten Küstenregion durchbrechen und Hilfsgüter bringen.

    Mindestens zwei Hilfsschiffe beschädigt

    Nach Angaben einer anderen Sprecherin an Bord wurden mindestens zwei Schiffe beschädigt. Die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete hingegen unter Berufung auf die Küstenwache, ein Patrouillenboot der europäischen Grenzschutzagentur (Frontex) habe keine Schäden festgestellt.

    Italiens Verteidigungsminister Crosetto verurteilte Angriffe allgemein «aufs Schärfste», machte aber niemanden dafür verantwortlich. An Bord befinden sich auch zwei Abgeordnete von Italiens linker Opposition.

    Ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums bekräftigte, Israel werde «alle notwendigen Schritte unternehmen, um eine Einfahrt (der Flotte) ins Kampfgebiet zu verhindern und um jeden Verstoss gegen eine rechtmässige Seeblockade zu stoppen». Zugleich verwies er auf ein Angebot, Hilfsgüter über israelisches Gebiet nach Gaza zu bringen, das abgelehnt worden sei.

    Aktivisten zeigen Videos von Blendgranaten

    Die Aktivisten veröffentlichten Videos von mehreren Explosionen in der Nacht. Dabei habe es sich um Blendgranaten gehandelt, die mit lautem Knall und hellem Licht explodieren und damit kurzzeitig orientierungslos machen können, hiess es. Man werde sich davon nicht einschüchtern lassen.

    Auch die Kommunikation der Aktivisten über Funk soll gestört worden sein. Die «feindliche» Seite habe dabei den Funkkanal blockiert und Songs der schwedischen Band Abba gespielt, sagte einer der Aktivisten. Grund sei wohl eine «schräge Besessenheit» mit der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg, die an Bord ist. Die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese warf Israel auf X vor, an Land Völkermord zu begehen und sich auf See gesetzlos zu verhalten.

    Vor zwei Wochen hatten die Aktivisten bereits Drohnenangriffe auf ihre Schiffe nahe der tunesischen Küste gemeldet. Tunesiens Innenministerium wies die Darstellung als falsch zurück. Die Boote waren mit Hunderten Aktivisten an Bord vor rund drei Wochen aus Barcelona gestartet. Die Aktion ist nach Angaben der Organisatoren die bisher grösste ihrer Art. Israel hatte ähnliche Versuche zuvor gestoppt.

    Kommentare

    User #1338 (nicht angemeldet)

    Mal sehen, wie nahe sich dieses italienische Schiff an Israels Gewässer getraut:-)

    User #3392 (nicht angemeldet)

    Itamar Ben-Gvir, Minister für Nationale Sicherheit, wird das Flotilla-Problem diesmal ganz schnell und robust lösen. (Bild-Israel will Greta in Terror-Knast stecken)

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