Inflation im Mai bei 1,4 Prozent

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Deutschland,

Verbraucher müssen auch im Mai für Energie und Sprit mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Insgesamt lässt der Preisdruck jedoch deutlich nach.

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Mai leicht abgeschwächt. Symbolbild: Caroline Seidel Foto: Caroline Seidel
Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Mai leicht abgeschwächt. Symbolbild: Caroline Seidel Foto: Caroline Seidel - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich nach einem Ausreisser im April wieder deutlich abgeschwächt.

Im Mai sank die Jahresteuerungsrate auf 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte.

Im Osterreisemonat April hatte die Rate noch bei 2,0 Prozent gelegen. Dazu hatten neben höheren Energiekosten vor allem gestiegene Preise für Pauschalreisen beigetragen. Dieser Effekt entfiel im Mai.

«Wie allgemein erwartet, hat sich der Sprung der deutschen Teuerungsrate im April auf 2,0 Prozent als Ausreisser erwiesen», erläuterte Commerzbank-Analyst Ralph Solveen. Grund für die starken Ausschläge sei die späte Lage von Ostern und Pfingsten in diesem Jahr.

Tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahresmonat mussten Verbraucher auch im Mai für Energie. Haushaltsenergie und Sprit verteuerten sich den vorläufigen Daten zufolge binnen Jahresfrist um 4,2 Prozent. Nahrungsmittel kosteten dagegen nur 0,9 Prozent mehr als im Mai 2018. Die Nettomieten erhöhten sich um 1,4 Prozent.

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den Euroraum insgesamt mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise können Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das bremst die Wirtschaft.

Angesichts der Konjunkturabkühlung und der vergleichsweise schwachen Inflation bleiben die Währungshüter vorerst auf Niedrigzinskurs. Eine erste Zinserhöhung hatte der EZB-Rat im März bis mindestens 2020 verschoben. Sparer müssen sich also noch gedulden.

Experte Sebastian Wanke von der Förderbank KfW rechnet nicht damit, dass die Teuerungsrate in Deutschland in absehbarer Zeit noch einmal die Zwei-Prozent-Marke erreicht. «Wir werden sie dieses Jahr wohl nicht mehr vor dem Komma sehen.» Um wieder in ihre Reichweite zu kommen, müsste die Konjunktur in Europas grösster Volkswirtschaft an Tempo gewinnen.

Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland im Mai um 0,2 Prozent.

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