Indien und Südkorea sorgen in Genf für protokollarische Hektik

Keystone-SDA
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Frankreich,

Indien und Südkorea haben am Dienstag das Protokoll der Eidgenossenschaft und des Flughafens Genf kurzfristig unter Druck gesetzt. Bundespräsident Guy Parmelin musste seinen südkoreanischen Amtskollegen Lee Jae-myung sowie den indischen Premierminister Narendra Modi im Eiltempo empfangen.

G7-Gipfel
Indien und Südkorea haben am Dienstag das Protokoll der Eidgenossenschaft und des Flughafens Genf kurzfristig unter Druck gesetzt. - keystone

Eigentlich hätte das südkoreanische Flugzeug nur drei Minuten vor der indischen Maschine landen sollen. Die südkoreanische Delegation lehnte jedoch eine Warteschleife in der Luft ab. Lee ist Staatspräsident und nimmt protokollarisch einen höheren Rang ein als Modi, der als Regierungschef amtet.

Letztlich landete die südkoreanische Boeing 747-800 – das grösste der offiziellen Flugzeuge, die seit Montag in Genf eingetroffen sind – zehn Minuten vor der indischen Maschine. Das gesamte Empfangskomitee musste daraufhin über das Rollfeld eilen, um Lee zu begrüssen. «Korea», riefen die Verantwortlichen des Flughafenprotokolls.

Bundespräsident Guy Parmelin, begleitet von seiner Ehefrau, habe seinem südkoreanischen Amtskollegen die Bedeutung der bilateralen Beziehungen und den Willen der Schweiz zu deren weiterer Vertiefung hervorgehoben, sagte er der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dies gelte insbesondere für den Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). Parmelin hoffe auf eine starke südkoreanische Delegation am internationalen KI-Gipfel, den die Schweiz im Sommer 2027 in Genf organisieren wird.

Auch gegenüber Modi äusserte Parmelin den Wunsch nach einer bedeutenden indischen Beteiligung an diesem Treffen. Der indische Premierminister wiederum lud den Bundespräsidenten ein, im Oktober nach Indien zu reisen, um den ersten Jahrestag des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta) und Indien zu begehen.

Mit den beiden Staats- und Regierungschefs schloss Parmelin seine zahlreichen Begrüssungen der seit Montag in Genf eingetroffenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des G7-Gipfels ab. Am späten Nachmittag reist er selbst nach Évian, wo unter anderem ein Gespräch mit dem britischen Premierminister Keir Starmer sowie das Galadinner des Gipfels auf dem Programm stehen. Darüber hinaus könnte es zu informellen Treffen mit weiteren Staats- und Regierungschefs kommen.

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