Nach einem tödlichen Angriff in einem Gymnasium in Malmö wurde der 18-jährige Tatverdächtige innerhalb von zehn Minuten festgenommen.
Polizisten im südschwedischen Malmö. Bei einem Vorfall an einer Schule sind dort zwei Frauen getötet worden.
Polizisten im südschwedischen Malmö. Bei einem Vorfall an einer Schule sind dort zwei Frauen getötet worden. - Johan Nilsson/TT News Agency/AP/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Montag kam es an einem Gymnasium in Malmö, Schweden, zu einem tödlichen Angriff.
  • Zwei Frauen wurden getötet, zwei weitere Personen wurden verletzt.
  • Der 18-jährige Tatverdächtige wurde nach nur zehn Minuten festgenommen.

Ein 18-Jähriger hat am Montag einen schweren Gewaltakt an einem Gymnasium im schwedischen Malmö ausgeübt. Nach Angaben der Polizei konnte er bereits zehn Minuten nach den ersten Notrufen gefasst werden. Der Tatverdächtige wurde mit zwei verletzten Personen im dritten Stock des Schulgebäudes von Beamten aufgefunden.

Die Polizei sei am Montag um 17.12 Uhr alarmiert worden, um 17.22 Uhr sei der 18-Jährige festgenommen worden. Das sagte die lokale Polizeichefin Petra Stenkula am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

Der Schüler stamme aus dem nahe gelegenen Trelleborg und sei zuvor nicht als Straftäter auffällig gewesen. Er wurde um kurz vor Mitternacht unter Mordverdacht gestellt.

Zwei Frauen bei Tat in Malmö getötet

Ob es eine Verbindung zwischen dem Festgenommenen und den beiden Todesopfern gibt, könne man zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Die zwei getöteten Frauen waren an der Schule angestellt und zwischen 50 und 60 Jahren alt, sagte Stenkula. Beide waren Mitarbeiterinnen und Lehrerinnen. Dies sagte die für die Gymnasial- und Erwachsenenbildung in Malmö zuständige Behördenvertreterin Anneli Schwartz an Stenkulas Seite.

Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson reagierte bestürzt auf die Tat. «Mit grosser Bestürzung habe ich erfahren, dass gestern zwei Personen nach einem Gewaltverbrechen in einer Schule in Malmö verstorben sind.» Dies teilte die Regierungschefin am Morgen in einem Kommentar an schwedische Medien mit. In Gedanken sei sie bei den Familien und Freunden, aber auch bei allen Schülern und Kollegen an dem Gymnasium.