Immobilienkonzern: Büro bleibt Zentrum des Arbeitsplatzes

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    Deutschland,

    «Das Büro wird Zentrum des Arbeitsplatzes bleiben»: Trotz Homeoffice-Booms in der Corona-Krise setzt der Immobilienkonzern Signa weiter auf Büroprojekte im grossen Stil.

    Nach Einbruch der Dunkelheit sitzen Angestellte noch in Büros und arbeiten (Aufnahme mit Zoomeffekt). Der Immobilien- und Handelskonzern Signa glaubt trotz des Homeoffice-Booms in der Corona-Krise an die Zukunft des Büros. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
    Nach Einbruch der Dunkelheit sitzen Angestellte noch in Büros und arbeiten (Aufnahme mit Zoomeffekt). Der Immobilien- und Handelskonzern Signa glaubt trotz des Homeoffice-Booms in der Corona-Krise an die Zukunft des Büros. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Immobilien- und Handelskonzern Signa glaubt trotz des Homeoffice-Booms in der Corona-Krise an die Zukunft des Büros.

    «Das Büro wird Zentrum des Arbeitsplatzes bleiben», sagte Signa-Vorstand Timo Herzberg der Deutschen Presse-Agentur.

    Nicht alle Unternehmen hätten gute Erfahrung mit dem Einsatz von Homeoffice gemacht. «Für viele Firmen ist es schwer messbar, was das Arbeiten von zu Hause für die Effizienz im Betrieb bedeutet», meint Herzberg.

    In einigen Branchen wie in der Beratung oder der Kreativwirtschaft sei Präsenz wichtig, da sie eine offene Kommunikation und wichtige informelle Gespräche ermögliche. «Ausserdem kann das Büro Identifikation mit dem Unternehmen schaffen», sagte Herzberg, der die Immobilienaktivitäten des österreichischen Konzerns in Deutschland verantwortet. Im Homeoffice hätten zudem viele Menschen keine guten Arbeitsbedingungen, da in Grossstädten oft Arbeitszimmer fehlten.

    Der Karstadt-Kaufhof-Eigentümer Signa, gegründet von René Benko, ist im Handels- und Immobiliengeschäft tätig. Zu den grossen Büroprojekten in Deutschland zählen der Elbtower in Hamburg, die Alte Akademie in München sowie die Objekte Ku'damm 231 und Alexanderplatz in Berlin. Signa entwickelt Immobilien in zentralen Lagen von Metropolen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für den eigenen Bestand. Andere Projekte zielen darauf, Immobilien vollvermietet etwa an Versicherungen, Pensionskassen und Fonds von Banken zu verkaufen. Die Bilanzsumme im Immobiliengeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt bei 18 Milliarden Euro.

    Mit der Corona-Krise änderten sich die Anforderungen an Büros, sagte Herzberg. Manche Unternehmen fragten jetzt sogar mehr Flächen nach, da sie einen grosszügigeren Abstand zwischen den Beschäftigten und Räume für offene Kommunikation schaffen wollten. «Temporär ist die Büronachfrage gestiegen», sagt Herzberg.

    In der Corona-Krise haben viele Unternehmen quasi über Nacht ihre Belegschaft ins Homeoffice geschickt. Grosse Konzerne kündigten schon an, Homeoffice auch nach der Corona-Pandemie beibehalten zu wollen. Das kann Geld sparen, da sich so Büroflächen reduzieren lassen. Fast drei Viertel der Firmen, die in der Pandemie verstärkt auf das Arbeiten von zu Hause setzen, planten künftig mehr davon anzubieten, ergab eine Ifo-Umfrage unter knapp 800 Personalleitern im August.

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