Tschernobyl

    IAEA: Strahlung bei Tschernobyl erhöht - aber weit unter Limit

    Keystone-SDA
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    Österreich,

    Bei Tschernobyl soll es laut Experten keine radioaktive Strahlung mehr geben. Es bestehe keine Gefahr mehr für Mensch und Umwelt.

    Ukraine-Krieg
    Ein Gerüst deckt den zerstörten Reaktor in Tschernobyl ab. Es war im Ukraine-Krieg kurrzeitig von russischen Truppen eingenommen worden. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tschernobyl habe laut Experten keine radioaktive, gefährliche Strahlung mehr.
    • Die IAEA hatte am Donnerstag ihre Messresultate veröffentlicht.

    Die radioaktive Strahlung um die ukrainische Atomruine Tschernobyl stellt nach Abzug russischer Einheiten laut Experten keine Gefahr mehr dar. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien gab am Donnerstag die Ergebnisse ihrer Messungen vor Ort bekannt.

    Im Zuge der russischen Invasion in die Ukraine war die Sperrzone um das 1986 havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl eingenommen worden. Nachdem russische Soldaten Ende März wieder aus dem Gebiet abgezogen waren, gab es Berichte: Sie könnten sich dort Strahlenschäden zugezogen haben.

    In und um Gräben, die dort von russischen Soldaten ausgehoben wurden, sei erhöhte Strahlung festgestellt worden. Aber nicht in gefährlichem Ausmass, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi nach seiner Rückkehr aus der Ukraine.

    Kein gefährliches Ausmass

    «Es dürfte klar sein, dass man dort kein Picknick veranstalten und keine Grabungen durchführen sollte.» Der auf ein Jahr hochgerechnete Wert in den Gräben betrug 6,5 Millisievert. Personal in ukrainischen Atomanlagen dürfen laut Grossi maximal 20 Millisievert pro Jahr ausgesetzt sein, also rund dreimal so viel.

    Grossis grösste Sorge gilt derzeit dem südöstlich gelegenen AKW Saporischschja, das unter russischer Kontrolle steht. Nach Darstellung des ukrainischen Generalstabs nutzen russische Streitkräfte den Flughafen von Melitopol im Gebiet Saporischschja für Kampfflugzeuge und -hubschrauber. «Ein fehlgeleitetes Geschoss oder etwas Ähnliches könnte schwerwiegende Folgen haben», sagte Grossi.

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