Auf der Sicherheitskonferenz in München wird versucht, einen Krieg in der Ukraine zu verhindern. Gleichzeitig protestieren zahlreiche Menschen in der Innenstadt gegen das Expertentreffen.
In der Münchner Innenstadt demonstrieren Hunderte Menschen gegen die Sicherheitskonferenz. Foto: Felix Hörhager/dpa
In der Münchner Innenstadt demonstrieren Hunderte Menschen gegen die Sicherheitskonferenz. Foto: Felix Hörhager/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Etwa 1600 Gegnerinnen und Gegner der Sicherheitskonferenz (Siko) sind am Samstag durch die Münchner Innenstadt gezogen und haben auf dem Marienplatz demonstriert.

Kurzzeitig musste der Demonstrationszug gestoppt werden, teilte die Polizei mit. Einige Teilnehmer hätten Bengalos gezündet. Ansonsten sei der Protest friedlich geblieben.

Angemeldet hatte den Demonstrationszug vom Karlsplatz zum Marienplatz das «Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz». Neben dem Demonstrationszug gab es auch einige kleinere Veranstaltungen. So trafen sich etwa 200 Gegner der Siko für eine Menschenkette auf dem Karlsplatz - sie war ebenfalls angemeldet von dem Aktionsbündnis. Auf dem Odeonsplatz demonstrierten weniger als 200 Menschen unter dem Titel «Frieden für die Ukraine».

Festnahmen

Im Zuge der Proteste gab es mehrere Festnahmen: Bei der Schlusskundgebung habe ein 49-Jähriger sich offenbar an einer Polizei-Kamera gestört und diese weggedrückt. Andere Teilnehmer hätten sich mit ihm solidarisiert, es sei zu einem Gerangel mit den Einsatzkräften gekommen. Letztendlich habe sich die Lage wieder beruhigt, teilte die Polizei weiter mit. Der 49-Jährige wurde festgenommen. Eine 31-Jährige aus Stuttgart habe während der Abschlusskundgebung am Marienplatz mit einer Holzstange gegen den Kopf eines Polizeibeamten geschlagen. Sie wurde ebenfalls festgenommen.

Am Abend nahmen die Beamten bei einer Versammlung zum rassistischen Anschlag von Hanau vor zwei Jahren zwei Männer fest, die am Nachmittag Straftaten begangen hatten. Bei ihnen handelte es sich um einen 36-Jährigen mit Wohnsitz im Bereich Bad Tölz und einen 20-Jährigen mit Wohnsitz im Bereich Traunstein, wie es weiter hiess. Dem 36-Jährigen wurde Beleidigung von Polizeibeamten vorgeworfen. Der 20-Jährige habe einen Polizisten mit der Faust in den Bauch geschlagen. Er werde wegen eines tätlichen Angriffs von Vollstreckungsbeamten angezeigt.

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist das weltweit wichtigste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik. Es nehmen rund 30 Staats- und Regierungschefs teil, ausserdem mehr als 80 Minister.

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