Das private Hilfsschiff «Ocean Viking» hat in internationalen Gewässern vor Libyen am Samstag mehr als 100 Bootsmigranten an Bord genommen. Das teilte die Betreiberorganisation SOS Mediterranee auf Twitter mit. Das Team habe 106 Menschen aus einem überbesetzten Schlauchboot aus Seenot gerettet, hiess es. Bereits im Laufe der Woche hatte die Mannschaft nach Angaben einer Sprecherin in einem anderen Einsatz zehn Menschen aufgenommen.
Ocean Viking
Die «Ocean Viking» im Mittelmeer. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Schiff «Ocean Viking» hatte im Februar rund 420 aus Seenot gerettete Bootsmigranten auf die italienische Mittelmeerinsel Sizilien gebracht.

Das Bürgerkriegsland Libyen ist ein zentrales Transitgebiet für Migranten aus vielen Ländern auf ihrem Weg nach Europa. Die Fahrten in kleinen Booten übers Mittelmeer gelten als gefährlich. Die privaten Rettungsaktionen sind politisch umstritten. Meist werden die Geretteten zunächst nach Italien gebracht. Manchmal bekommen die Hilfsschiffe auch die Genehmigung, in Malta anzulegen. Libyens Küstenwache bringt zudem viele Bootsmigranten zurück in das nordafrikanische Land.

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