Die Hilfsorganisation Oxam ist mit dem zugesprochenen Betrag der von der EU und den Vereinten Nationen organisierten Online-Geberkonferenz nicht glücklich.
Syrien
Syrien's Lage soll sich wenig verbessert haben, aber nach wie vor als kritisch gelten. - sda - Keystone/dpa/Marwan Naamani

Das Wichtigste in Kürze

  • Hilfsorganisation Oxfam ist mit dem von der Geberkonferenz zugesagten Betrag unzufrieden.
  • Die Gewalt in Syrien sei wenig zurück, jedoch gilt die Lage nach wie vor als kritisch.

Die Hilfsorganisation Oxfam hält das Ergebnis der internationalen Geberkonferenz für die Leidtragenden des Syrien-Konflikts für unzureichend. Der zugesagte Betrag bestätige die Befürchtung, dass die Appelle der vom Bürgerkrieg betroffenen Menschen nicht gehört würden. Dies kommentierte der für Syrien zuständige Oxfam-Direktor Moutaz Adham.

Lage in Syrien ist weiterhin angespannt

Die Gewalt im Land möge zwar zum Teil zurückgegangen sein. Dennoch kämpften Millionen Syrer in ihrer Heimat und der Region noch immer um ihr Überleben. Ausserdem seien sie mit den Folgen der Corona-Pandemie, zunehmender Arbeitslosigkeit und einem Zusammenbruch der Wirtschaft konfrontiert. Oxfam und zahlreiche weitere Organisationen kritisierten die Ergebnisse am Mittwoch auch in einem Schreiben.

Online-Geberkonferenz der EU und den Vereinten Nationen

Bei der von der EU und den Vereinten Nationen organisierten Online-Geberkonferenz hatten die Teilnehmer am Dienstag 5,3 Milliarden Euro zugesagt. Dies um die katastrophalen Folgen des Syrien-Konflikts abzumildern.

Dies waren rund 1,6 Milliarden Euro weniger als bei der Konferenz 2020. Dies obwohl zum Beispiel allein Deutschland 1,7 Milliarden Euro versprach, was der höchsten Summe seit vier Jahren entspricht.

Gesammeltes Geld fliesst über Hilfsorganisationen direkt nach Syrien

Mit dem bei der Online-Konferenz gesammelten Geld sollen unter anderem Nahrungsmittel, medizinische Hilfen und Schulbildung für Kinder finanziert werden. Es wird über Hilfsorganisationen direkt nach Syrien fliessen. Ausserdem wird es Ländern in der Region zugutekommen, die viele Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland aufgenommen haben. Allein die Türkei beherbergt nach eigenen Angaben rund 3,7 Millionen Menschen aus dem Nachbarstaat.

In Syrien selbst litten nach UN-Angaben zuletzt 12,4 Millionen Menschen und damit fast 60 Prozent der Bevölkerung unter Hunger. Der Konflikt in dem Land dauert mittlerweile seit dem Jahr 2011 an. Zwar ist die Gewalt zuletzt zurückgegangen, doch bei den Bemühungen um eine politische Lösung gibt es derzeit keine nennenswerten Fortschritte.

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